Spec Ops: The Line Review

Ein düsteres Militärabenteuer in den Sanddünen von Dubai.



Im Shooter-Bereich ist man oft ähnliche Szenarien gewohnt, hofft aber dennoch immer wieder auf Abwechslung. "Spec Ops: The Line" bedient sich da mal eines noch nicht verbrauchten Szenarios: Die Wüste von Dubai. Ob man an den Kämpfen im Sandsturm Gefallen finden kann?

Der unbekannte Feind
Dubai wurde von einem Sandsturm nahezu vernichtet! Colonel Konrad meldete sich freiwillig, um die Zivilbevölkerung zu evakuieren und das Gebiet vor Plünderern zu schützen. Doch dann riss plötzlich der Kontakt ab, man vermutete schon, er sei nicht mehr am Leben. Doch dann kam ein Funkspruch rein, der besagt, dass er sehr wohl noch am Leben ist, die Mission aber völlig gescheitert sei. Die Army schickt nun uns in der Form von Captain Walker gemeinsam mit Lugo und Adams in dieses Gebiet, um Konrad zu finden. Doch die drei finden keinesfalls einfach "nur" ein zerstörtes Dubai vor, sondern stoßen auf Fakten, die unheimlich viele Fragen aufkommen lassen...

Es ist an dieser Stelle wirklich schwer, nicht zu spoilern. Denn einen großen Teil des Spielspaßes macht natürlich die Story aus. Und diese ist bei "Spec Ops: The Line" wirklich genial! Hier wird man nicht als Held in ein Kriegsszenario geschickt, um dann einen Gegner nach dem anderen auszuschalten. Nein, die Entwickler haben sich richtig Gedanken gemacht!

Gleich zu Beginn begeistern die drei Charaktere, die in die Wüste geschickt worden sind, durch ihren Wortwitz. Zwar weicht der Humor mit der Zeit der Angst vor dem ungeahnten Gegner, doch bleiben die drei durchweg sympathisch und muntern den Spieler mit Kommentaren immer wieder auf. Und auch die Zwischensequenzen sind sehenswert und bewirken hauptsächlich eins: Lust zum Weiterspielen! Wie gesagt wollen wir die Story natürlich nicht spoilern, aber soviel darf doch gesagt werden: Hier bekommt man nicht wieder eine von vielen Heldengeschichten aufgetischt. Nein, man kommt vielleicht sogar zwischenzeitlich in eine moralische Zwickmühle, fühlt sich nahezu in die Gefühle der drei Soldaten hinein und ist völlig gefesselt von den Wendungen des Spiels. Eine so tolle und gut durchdachte Story haben wir selten - oder besser gesagt noch nie - bei einem Shooter erlebt. Beide Daumen hoch!

Welch ein Spaß!
Aber ein Shooter lebt natürlich längst nicht nur von einer guten Story. Besonders wichtig sind Spielern hierbei auch die Spielmechanik und die KI der Gegner. Was den Schwierigkeitsgrad angeht, kann man sich zwischen drei Stufen entscheiden, eine weitere kann später freigeschaltet werden. So können an "Spec Ops: The Line" sowohl Anfänger als auch hartgesottene Shooter-Fans ihren Spaß haben. Aber Achtung: Selbst auf "normal" ist das Spiel schon ordentlich schwer, wenn man nur wenig Shooter-Erfahrung hat.

Hierbei heißt es aber nicht einfach los laufen und los ballern. Hier muss man schon taktisch vorgehen, Deckung suchen, Granaten einsetzen, abseilen und wieder Deckung suchen. Da kann der Kampf in einer riesigen Hotelhalle aber auch schon mal eine Weile dauern. Aber das gefällt! Tauchen die Gegner doch an den unterschiedlichsten Stellen auf und schleichen sich manchmal auch so an, dass sie plötzlich vor einem stehen. Die KI der Gegner ist dabei zwar nicht überdurchschnittlich hoch, doch kann man sich auch keinesfalls beschweren.

"Spec Ops: The Line" ist in vielerlei Hinsicht dennoch besonders. Wir können eben nicht kopflos einfach drauf los rennen Richtung Spielende. Die schon erwähnten Zwischensequenzen sorgen für eine spannende Atmosphäre und auch müssen wir als Captain des Teams manchmal Entscheidungen treffen, die gar nicht so leicht fallen. Zwar verfolgt das Spiel eine lineare Handlung, dennoch werden wir desöfteren "allein" gelassen und müssen uns überlegen, wie es denn wohl weiter geht. Alles in allem ein wirklich tolles Spielerlebnis!

Zu guter Letzt gibt es aber noch einen Punkt, der ebenso wichtig ist wie die Story: Grafik und Sound. Grafisch kann "Spec Ops: The Line" locker mit anderen Spielen des Genres mithalten, übertrifft viele sogar noch. Eine richtig schön gestaltete Grafik lässt und manchmal sogar innehalten, um die Umgebung zu bewundern. Und auch der Sound passt perfekt!

Einen Multiplayer-Modus gibt es auch, dieser darf aber gerne vernachlässigt werden. Wirklich überzeugen konnte er uns nicht, dafür aber eben die Kampgane von "Spec Ops: The Line" mit seinen verschiedenen Enden umso mehr!

FAZIT

Ein genialer Shooter, der vor allem durch seine tolle Story zu glänzen weiß!

Jana (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 93%
Ein düsteres Militärabenteuer in den Sanddünen von Dubai.
Einzelwertungen
Gameplay
98
Grafik
89
Sound
90
Steuerung
91

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