Das Spiel beginnt - Anpfiff
Auch auf der Wii darf man sich mit "Pro Evolution Soccer 2011" an die Krone des Fussballsports trauen - zumindest versucht Konami sich diese auch auf Nintendos großer Konsole zu sichern und verspricht vollmundig grandiose Änderungen. Am Spielmodus hat sich dabei schon mal nicht viel geändert - entweder man liebt das realistische Gameplay oder aber man sucht eher die Arcade-Action für Zwischendurch. Für beide Spielertypen ist daher etwas geboten, allerdings muss man sich auf eines einstellen: Übung macht den Meister.
Nicht nur im wahren Leben ist sauberes Passspiel, etwas was einfach aussieht, vielen aber dauerhaft nicht gelingen mag. Beim neuen Passsystem müssen nun mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Zum Einen die Passstärke, mit dem der Ball zum Mitspieler gespielt wird. Da fällt gleich der neue Powerbalken auf, der je nach Drucklänge mal mehr oder minder aufgeladen werden kann (wie beim Torschuss auch). Die weiteren Faktoren sind, wie zum Einen der eigene Spieler zum Ball steht und zum Anderen in welche Richtung gerade der Mitspieler läuft. Nicht zu vergessen ist auch, dass immer in die Richtung in die man passen möchte, mit dem Laufstick gedrückt werden muss. Und bitte liebe PES Veteranen winkt nicht ab, auch ihr werdet viele Stunden benötigen bis das Passspiel sitzt! Für Anfänger heißt es wie im richtigen Training auch: Üben, üben und nochmals üben! Klingt mühsam? Ist es auch! Aber die Zufriedenheit, dass eine durchdachte Pass-Stafette zu einem Tor führt, könnte höher nicht sein. Es lohnt sich also hier viel Zeit zu investieren.
Ein auffälliger aber nicht ganz so schmeichelhafter Unterschied zur PC-Version ist die etwas "dümmliche" KI. Die computergesteuerten Gegen- und Mitspieler sind mal brillant wie Messi, mal dumm wie Brot (entschuldige, Brot!). So manch ein Spieler scheint eine Angstphase hinsichtlich des nahenden Balls zu durchleben, zumindest sucht Freund und Feind gerne mal das Weite, wenn der Ball ankommt. Auch sonst wünscht man sich einfach mehr vorausschauendes Ballgefühl - mitunter aber gibt es dann doch "lichte Momente" bei den KI-gesteuerten Spielern. Dann wiederum ist alles im Lot - seltsam.
Natürlich fällt auch dieses Jahr wieder die Frage: Wie sieht es mit dem Lizenzpaket bei "PES 2011" aus? Besser, aber lange nicht so gut wie bei "FIFA 2011". Das ist auch seit jeher eines der größten Probleme der PES-Reihe. Die Kunden wollen mit dem echten Michael Ballack bei Bayer Leverkusen Flanken schlagen und geben sich nicht mit Fantasienamen ab. Außerdem sind die aktuellen Transfers, nicht mehr in die Mannschaftsaufstellung miteingeflossen. Sami Khedira spielt so immer noch beim VFB Stuttgart. Aus der Bundesliga haben es Bayern München und Werder Bremen in das Lizenzpaket geschafft plus der deutschen Nationalmannschaft. Zudem gibt es komplett lizenzierte Ligen wie die Serie A (Italien) und Ligue 1 (Frankreich). Einzelne Mannschaften wie der FC Barcelona sind glücklicherweise auch am Start. Neu sind auch die UEFA Champions League, UEFA Europa League, der UEFA Super Cup und Copa Libertadores, die "Champions League Südamerikas".
Grafik und Sound
Optisch wirkt "Pro Evolution Soccer 2011" auf der Wii ein wenig wie das Vorjahresmodell. Zwar wirkt die Grafik nicht "billig", aber etwas mehr Detailverliebtheit wünscht man sich schon irgendwie. Die Stadien wirken leblos, gleiches gilt auch für die Zuschauer. Auch die Animationen wirken gerne mal "Pinocchio-Like" - das hätten wir gerne besser gesehen im nächsten Jahr...






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