Wer ist eigentlich Iguana?
Da "Get the City love you" erst das zweite Studioalbum der Band ist, ist es keine Bildungslücke, wenn man Iguana noch nicht kennt. Wer ist Iguana also? Iguana besteht aus den vier Chemnitzern Alex (Gesang), Ali (Bass), Robert (Schlagzeug) und Thomas (Gitarre). Aus diesem klassischen Band-Quartett soll aber keine Mainstream 0815-Musik entstehen, nein, sie möchten eher etwas außergewöhnliches sein und außergewöhnliche Musik machen. Selbst sagt Iguana über sich auf der Homepage: "Es ist ihr außergewöhnlich ungewöhnlicher Klangkörper mit doomig, bluesigen Strukturen, Desert-Fuzz-Rock und bis zur absoluten Spitze getriebenem Psychedelic der die Band zu Weirdos auf jeder Bühne macht."
Klingt soweit auf jeden Fall interessant, so dass die Neugier geweckt ist und wir gerne in das neue Album hinein gehört haben.
Ganz so außergewöhnlich ist der Sound dann aber leider doch nicht. Mainstream ist es nicht, sicherlich nicht. Aber Iguana klingt dann doch einfach nach klassischem Psychedelic-Rock. Das muss nun aber auch nichts schlechtes heißen. Im Gegenteil: Das Album "Get the City love you" klingt sehr solide, die Instrumente sind allesamt wirklich gut gespielt und auch Alex, der Sänger, kann stimmlich überzeugen. Bei einigen Tracks aber durfte sich Alex zurück lehnen, so zum Beispiel bei "A Royal Null Drift" und "Fukushima 50", zwei reine Instrumentalnummern. Eine weitere Instrumentalnummer ist "Freshly Tranquilized", die wirklich vollkommen überzeugen kann! Ist man auf der Suche nach einem Anspieltipp für dieses neue Album, dann sollte es auf jeden Fall "Freshly Tranquilized". Völlig abzuraten dagegen ist von "Morning Eve". Bei dieser Nummer fragt man sich glatt, ob sich da eine andere Band auf das Album geschlichen hat, so schrecklich klingt der Song. Völlig unharmonisch und unsauber, darauf hätte man gerne verzichten dürfen.
Iguana zeigen letztendlich mit diesem Album, dass sie einen Haufen Potential haben. Hier treffen wirklich gute Musiker aufeinander. Doch bei der Umsetzung hat es stellenweise doch noch ein wenig gehapert, da wurde hier und da ein bisschen übertrieben, während an anderer Ecke geschwächelt wurde. Trotzdem: "Get the City love you" ist eine Scheibe, die voll in Ordnung geht und Hoffnung auf mehr macht. Vielleicht schöpfen die Vier beim nächsten Album ihr Potential ein bisschen besser aus? Wir werden gespannt darauf warten!
Tracklist:
- New Moon Flyby
- Vague as a Mirage
- A Royal Null Drift
- Get the City love you
- Morning Eve
- Madinat Al Yasmin
- Fukushima 50
- Uber-Idolizer
- Down On You
- Freshly Tranquilized



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