Bitte halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante. Ein Zug fährt ein. Nicht irgendeine Diesel-Lok, sondern ein Schnellzug, dessen Sogwirkung spürbar ist. Der Schellzug vom Typ "Goodbye Jersey" fährt soeben ein - nächster Halt: "Entertain me!".
Wooooooosch!
Das Markenzeichen von "Goodbye Jersey" sind auf jeden Fall knackige Uptempo-Nummern - man könnte es auch "Speed-Rock" nennen, immer mit mehr als nur einer Prise rotzig-frechem Punk, nicht zuletzt kenntlich gemacht durch das klare "Kein Bock auf Nazis"-Bekenntnis auf dem Inlay der CD. Wir ahnen dabei schon, was sich die Band denkt, wenn sie eine Live-Bühne betritt: "Wer schneller spielt, ist eher fertig". Mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit brettern die Jungs ihre 15 Songs runter - manchmal lassen sie zur Abwechslung noch ein paar andere Einflüsse einfließen - ein bisschen Ska, ein bisschen "Ramones", ein bisschen "Sex Pistols" und dann wieder ganz viel Tempo.
Die Songs sind knackig und unterhaltsam - Ohrwurmcharakter will aber nicht so recht aufkommen. Dafür klingen die Songs einfach etwas zu sehr nach "Anti-Establishment" - mit anderen Worten: Es wirkt mitunter etwas aufgesetzt. Und wegen des Speed-Stakkatos von Tracks kann man sich kaum so richtig damit anfreunden. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Schnellzüge sind ungemein praktisch - aber von Zeit zu Zeit sollten sie auch mal an einem Bahnhof anhalten, um einen mitzunehmen.
Tracklist
01. Angels & Western Waves
02. Minutes Like Bombs
03. Mike
04. 14 Years
05. Backbite
06. Why Desperate?
07. Doin' Fine
08. Cassandra
09. Here We Go
10. Go On
11. Kill Your TV
12. Zombie Shuffle
13. The Living Dead
14. Radio Sux
15. Wasteland



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