Als "Baby Blues" bezeichnet man eine schwierige Post Partum Depression, die viele Frauen nach der Geburt erleben. Statt Euphorie überwiegt der Frust, schreiende Kinder, Tränen, Wut und Angst dominieren den Alltag. Und die meisten jungen Mütter wissen gar nicht, wie ihnen geschieht. Der Film "Cradle will fall" thematisiert dieses Tabuthema. Was passiert, wenn eine Mutter dermaßen ausrastet, dass sie ihre eigenen Kinder nur noch ermorden will? Ein schwieriges Thema, ein nachdenklich machender Film, zumal der Film nach eigenen Angaben auf einer wahren Begebeheit beruht...
Cradle will fall
Der 10-jährigen Jimmy muss genau dieses Drama bei seiner psychisch kranken Mutter miterleben. Als sie plötzlich austickt will sie ihre Kinder nur noch tot sehen und ausgerechnet der kleine Jimmy soll nun seine Geschwister vor der "Metzelmama" beschützen. Nach einem regelrechten Blutbad in den eigenen vier Wänden flüchten sich die Kinder auf ein nahegelegenes Feld. Doch die Mutter kontert - mit einer Erntemaschine! Währenddessen sind die Kinder völlig auf sich allein gestellt, denn der Vater, ein Trucker mit viel zu viel Arbeit, ahnt noch nichts davon was ihn zuhause erwartet.
Die Bild- und Tonqualität ist ordentlich da gibt es wenig auszusetzen, allerdings braucht man schon etwas stärkere Nerven, um sich den Film in ganzer Länge anzusehen. Die Alterseinstufung "FSK 16" ist in unseren Augen hier etwas zu kurz gegriffen. In unserer "Ab 18"-Abteilung gibt es bedeutend harmloseres Material. Es hat auch sicher seine Richtigkeit, dass der Film in den USA nicht für Minderjährige empfohlen wird. Es ist nicht mal das Blutbad, welches einem so nahe geht, sondern vielmehr die verstörten und angsterfüllten Kinder, derer Flucht man Zeuge wird. Zwar ist es ein recht überzogenes Bild des "Baby Blues", welches hier gezeichnet wird, doch dieser Tabubruch könnte krasser kaum sein.



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