Der Chaos-Dad Review

Eine missglückte Komödie über einen peinlichen Vater und seine Hochzeit



Adam Sandler hat uns schon viele lustige Stunden mit seinen Komödien beschert. Ob als Schauspieler, als Produzent oder als Regisseur - der Mann hat Talent und setzt dieses meistens auch richtig gut um. Allerdings bleibt auch er nicht davor verschont, mal daneben zu greifen. So fällt der Film "Der Chaos-Dad" (OT: "That's my boy") leider in die Rubrik "Och, das hätte man sich auch sparen können".

1984: der 13jährige Donny hat eine Affäre mit seiner Lehrerin Mary. Die beiden werden aber erwischt und Mary wird zu 30 Jahren Haft verurteilt. Allerdings ist Mary schwanger! Das Gericht entscheidet, dass Donny das Sorgerecht für sein Kind - das er ausgerechnet Han Solo genannt hat - bekommt, sobald er selber 18 Jahre alt ist.

Jahre später: Donny ist mittlerweile über 40 Jahre alt (nun gespielt von Adam Sandler) und ein Taugenichts, der in den Tag hinein lebt und sich die Zeit mit Bier trinken vertreibt. Zu seinem Sohn Han Solo, der mittlerweile den Namen Todd Peterson trägt, hat er keinen Kontakt. Todd selber hingegen geht es richtig gut: Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der kurz vor seiner Hochzeit mit seiner Freundin Jamie steht. Doch dann steht plötzlich wieder sein Vater vor der Tür, der Pleite ist und durch die Wiedervereinigung mit seinem Sohn und dessen Mutter Geld von einer Fernsehproduktionsfirma kassieren möchte.

Gags verzweifelt gesucht
Heutzutage ist ja immer alles politisch ach so korrekt. Aus diesem Gesichtspunkt haben schon viele Kritiker "Der Chaos-Dad" zerrissen, wird doch sowas wie Pädophilie hier sehr verweichlicht dargestellt. Oder wie soll man sonst das Verhältnis einer erwachsenen Frau zu einem 13jährigen bezeichnen? Schön ist das sicherlich nicht, und sicherlich können wir auch verstehen, dass viele sich über diese Tatsache brüskieren. Allerdings muss man es auch so sehen: Es soll eben darum gehen, dass Donny viel zu jung Vater geworden es, dass er überhaupt nicht in der Lage war, Verantwortung zu übernehmen und dass er mit 40 Jahren einen schon erwachsenen, im Leben stehenden Sohn hat. Vielleicht hätte man die Vorgeschichte anders gestalten können, gleich beide Elternteile so jung sein lassen, aber dann hätte die Mutter eben nicht im Knast landen können.

Gut, lassen wir mal die nicht ganz so passende Einleitungsgeschichte des Films beiseite und konzentrieren uns auf den Kernpunkt: Die Komödie um Donny und seinen Sohn Todd. Hier hat Adam Sandler mal wieder zu richtig derben Humor gegriffen, der an manchen Stellen zwar zum Schmunzeln anregt, in den meisten Fällen aber einfach nur noch nervig ist. Und dass nicht, weil wir uns denken, auch eine Komödie muss politisch korrekt sein. Nein, überhaupt nicht, gerade Komödien sind ja dazu da, auch mal über die Stränge zu schlagen, Themen anzusprechen, die man sich ernst kaum zu diskutieren traut. Bei "Der Chaos-Dad" wird dieser Humor aber ziemlich flach umgesetzt und bringt uns einfach nicht zum Lachen.

So stört uns an diesem Film gar nicht mal, dass so viele Tabus gebrochen werden. Uns stört vielmehr, dass die Gags einfach nicht gut verpackt sind, das ganze Gesamtbild des Films nicht überzeugen kann. Einen dicken Pluspunkt bekommt der Film aber für seinen richtig toll gelungenen Soundtrack!

Übrigens: Auch die Jury der "Goldenen Himbeere" war dieses Jahr alles andere als überzeugt von "Der Chaos-Dad". In diversen Kategorien war der Film nominiert, den "Preis" bekam er dann auch für das schlechteste Drehbuch und Adam Sandler selbst bekam die "Goldene Himbeere" als schlechtester Schauspieler.

FAZIT

Die schlechteste Komödie überhaupt ist der Film sicherlich nicht. Der schlechteste Film von und mit Adam Sandler - ja, das könnte er wohl sein. Dem Soundtrack verdankt "Der Chaos-Dad" aber einige Pluspunkte!

Jana (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 39%
Eine missglückte Komödie über einen peinlichen Vater und seine Hochzeit

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Release 2013-02-07
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