Heroes of Might and Magic III
MM3 wartet bereits mit allem auf, was der Strategieheld zum Spielen braucht. Eine lang motivierende Einzelkampagne, knifflige aber lösbare Aufgaben, ein Szenarioeditor sowie ein Multiplayermodus. MM3 löst die Hausaufgaben derart gut, dass es selbst alten Hasen immer wieder Spaß macht ein paar Runden Zeit zu investieren. Wie der Name bereits vermuten läßt, treten in MM3 Helden als Hauptfiguren an, eine Welt zu erkunden und zu befrieden. Allerdings dienen sie hier in erster Linie als Anführer und Truppenlenker. Im Kampf unterstützen sie ihre über 50 verschiedenen Begleittruppen mit mächtigen Zaubersprüchen und verhelfen so einer klug geplanten Strategie zum Erfolg. Der Aufbau von eigenen Städen und Burgen sowie das Rohstoffsammeln verleihen der Serie einen ähnlichen Reiz wie die älteren Warcraftteile.
Heroes of Might and Magic IV
Der vierte Teil greift die altbekannten Muster auf und versetzt sie in eine neue Ära. Die neue Welt ist nun isometrisch aufgebaut und alles wird unheimlich bunt. Dafür dürfen die Helden nun endlich selbst zum Kampf schreiten und die dahintersteckende Ordnung erlaubt es dem Spieler extrem starke Einzelkämpfer auszubilden. Im Gegenzug wurde die Anzahl der Einheiten reduziert und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Teilen geschaffen, die bestimmte Kombinationen fördern und andere verhindern. 6 grosse Kampagnen im Hauptspiel sowie weitere in den beiden Addons lassen auch hier kaum Wünsche offen, wenn auch die Klasse des Vorgängers nicht mehr ganz erreicht wurde.
Rundenbasierte Strategie ist heute ein eher selten gespieltes Genre, war aber zu Zeiten eines MM3 praktisch der Stand der Dinge. MM3 ist sicherlich der herausragendste Teil der Serie, aber auch der Nachfolger besticht wiederum durch einige Besonderheiten die ihn nicht minder spielenswert machen. Wer erwartet, dass ein 10 bzw. 7 Jahre alter Titel in taufrischer Verkleidung daherkommen, sieht sich natürlich enttäuscht. Die beiden Spiele sind nicht mal zu ihrer Zeit herausragende Ikonen der grafischen und audiophilen Programmierkunst gewesen. Aber, sowohl das Gedudel aus den Boxen als auch die bunte Vielfalt auf dem Bildschirm sind absolut angemessen und stehen sozusagen perfekt in einer Reihe mit dem grandiosen Spiel selbst. Wer nicht mit den falschen Maßstäben herangeht wird auch nicht enttäuscht werden.




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