Rufus, der Wahnsinnige
Zu Beginn von "Chaos auf Deponia" wird der Spieler erstmal auf eine Durststrecke geschickt. Nicht nur, dass Rufus in alte Muster zurückverfällt und eigentlich nur daran interessiert zu sein scheint, nach Elysium zu kommen, sondern auch der Witz vom ersten Teil zündet hier nicht sofort. Erst nachdem man Goal wieder zu "Bewusstsein" gebracht hat, fängt das Adventure an aufzudrehen. Trotzdem bleibt einem der seltsame Beigeschmack, dass Rufus nach dem Ende von "Deponia" einen kompletten charakterlichen Reset durchgemacht hat.
Locations, Locations, Locations!
Den Großteil von "Chaos auf Deponia" verbringt man auf dem schwimmenden Schwarzmarkt, der viele verschiedene, hübsch gezeichnete Schauplätze bietet. Er ist zu vergleichen mit der Stadt Kuvaq aus Teil 1. Wenn auch größer und etwas detaillierter gezeichnet, irgendwie kommt der Schrott-Flair nicht so wirklich rüber. Später im Spiel dürfen dann noch andere Standorte besucht werden. Alles in allem kann man aber sagen, dass "Chaos auf Deponia" schön ist, aber nicht ganz an seinen Vorgänger herankommt.
Questen bis zum Umfallen
Wie von einem guten Adventure zu erwarten, sind die Quests in "Chaos auf Deponia" knackig schwer. Zumindest die meisten. Hin und wieder muss man versuchen wie Rufus zu denken, auf Kleinigkeiten achten oder sogar mal Out of the Box nach einer Lösung suchen. Im Endeffekt sind aber alle Rätsel und Minigames logisch und machen Spaß. Gerade die Möglichkeit Goal in ihren 3 verschiedenen Charakteren zu nutzen, um Quests unterschiedlich anzugehen, hatte viel Potenzial, doch leider wird stets dem roten Faden gefolgt, jede Quest kann nur auf eine Art gelöst werden.
Hey Baby, bist du öfter hier?
An einem Punkt gibt es nichts auszusetzen: der Vertonung. Alle Charaktere sind durchweg sauber, witzig und abwechslungsreich mit Stimmen versehen worden. Gerade Rufus mit seinen verschiedenen Gemütslagen/Angstzuständen ist besonders gut gelungen, aber auch die 3 Goals haben einiges an Charme. Der Soundtrack ist, wie in "Deponia" schon, auf einem hohen Standard und leidet nur etwas an fehlender Abwechslung. Am Ende bleibt noch zu sagen, dass es hin und wieder zu Soundbugs kam und bei manchen Interaktionen immer wieder auf denselben Satz oder gar keinen zurückgegriffen wurde. Gerade bei den Machern von dem Interaktionsmeisterwerk "Edna bricht aus" hätten wir so etwas nicht erwartet.
Ich bin hier. Du bist hier. Schnabeltier!
So, was bleibt unterm Strich von "Chaos auf Deponia" übrig? In diesem Artikel wurden alle negative Punkte, die es in dem Adventure gibt, aufgezählt und wir meinen alle! Das Spiel glänzt quasi durch seine skurrile Art und Weise eine epische Geschichte zu erzählen. Anspielungen auf unzählige andere mediale Bekanntheiten, Spiele, Filme, Serien, Youtuber und die hauseigenen Spiele, machen "Chaos auf Deponia" zu einer Fundgrube der Spielgeschichte. Es ist schwer zu sagen, ob "Chaos auf Deponia" besser oder schlechter ist als "Deponia" selbst, aber es reiht sich passend als Nachfolger ein und... Hossa und so... Es geht ums Prinzip!



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