Blades of Time Limited Edition Review

Eine scharfe Heldin kämpft in einer Fantasywelt voller dunkler Gestalten.



Es gibt Spielprinzipien, die funktionieren eigentlich immer. Angesichts einer überwiegend männlichen Spielerschaft gestaltet man eine weibliche Heldin mit üppigen Kurven und einer Amazonen-Attitüde. Sie ist nicht nur elegant im Gang, sondern auch schlagfertig, witzig, sexy, brachial, mörderisch (im doppelten Sinne), hat eigentlich permanent wenig an"¦ kurzum: Eine nahezu unmögliche Kombination in einer überaus scharfen Gestalt. Diese Lady, der kein Weg zu weit und kein Gegner zu groß ist, schickt man in eine Fantasywelt mit dunklen Gestalten und fiesen Typen"¦

Fertig ist der Knüller.
Nun, die Meinungen zu "Blades of Time" aus dem Hause Konami Digital Entertainment GmbH könnten zunächst etwas auseinandergehen - das zumindest ist der erste Eindruck, wenn man das Spiel startet und sich das Intro ansieht. Visuell ist dieses absolut gelungen. Akustisch übrigens auch. Allerdings muss man die beiden Parts getrennt voneinander betrachten - denn Bild und Ton laufen alles andere als synchron. Leider ein Problem, das sich zum heutigen Erscheinungstermin noch nicht als gelöst einstufen ließ. Von "Lippensynchronisation" möchten wir an dieser Stelle gar nicht sprechen. Ein echtes Problem, das hoffentlich bald von einem Patch erschlagen wird.

"Erschlagen" ist aber an sich ein gutes Stichwort. Denn unsere hübsche und schwerttragende Schatzjägerin "Ayumi", schlägt sich eine Schneise der Verwüstung auf einer geheimnisvollen und gefährlichen Insel und dabei bleibt auch wahrlich kein Auge trocken. Das blonde Ding zeigt von Anfang an, wo der Hammer hängt und was man mit ein paar Schwertern alles anrichten kann. Das Gameplay erinnert dabei nicht selten an "Heavenly Sword" - oder wer noch weiter zurückdenken kann an "Drakan - Order of the Flame". Spielprinzip ist also umrissen: Ne geile Alte mit nem Schwert. Super.

Spielerisch macht das Game Laune. Die Steuerung ist schnell erlernt und geht leicht von der Hand. Kameraführung, Grafik und Sound - alles ist stimmig in diesem Abenteuer, allein die Sache mit den Videos - naja, lassen wir das. Immerhin ist insbesondere die Atmosphäre überaus gelungen und kann mit viel Charme punkten. An den Dialogen können sich die Geister wiederum scheiden: Ist das heisse Ding nun wirklich so naiv oder tut die nur so? Wenn man (wie wir) in Ayumi verliebt ist, sieht man ihr auch so manchen Spruch á la Katzenberger nach. Anderenfalls muss man einfach weghören. Man kann ja nicht erwarten, dass diese sexy Amazone auch noch einen Hochschulabschluss mitbringt. Das wäre nun wirklich zuviel des Guten.

Die Blades of Time Limited Edition beinhaltet zusätzlich zum Basispiel jede Menge exklusive Extras für PC/Mac: Als spannendes Zusatzabenteuer kann der Spieler mit dem "Dismal Swamp" DLC die Abenteuer der wagemutigen Heldin Michelle, ihrem Mentor Zero und einer kleinen Gruppe Himmelswächter bestreiten. Die PC/Mac-exklusive "Sky Islands"-Karte bietet zusätzlich noch mehr Action im Outbreak-Multiplayer-Modus. Außerdem enthält die Limited Edition das Blades of Time Artbook (PDF), den Original Soundtrack (mp3) und eindrucksvolle Wallpaper in HD-Qualität für Deinen PC/Mac.

FAZIT

Über das Spiel wurde schon viel diskutiert, die einen lieben es, die anderen hassen es. Uns hat es erneut Spaß gemacht, auch wenn der PS3-Ableger in unseren Augen schon gelungener ist.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 82%
Eine scharfe Heldin kämpft in einer Fantasywelt voller dunkler Gestalten.

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Plattformen Mac, Switch, PC, PS3, X360
Release 06.03.2012
Publisher Konami
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