Irgendwie ist es schon ungeschickt am 29. Februar 1984 geboren zu sein. Schließlich hat man streng genommen nur alle vier Jahre Geburtstag, das bedeutet wiederum Buddy Ogün, bekannt aus Youtube und natürlich seinen obskuren Comedy-Liveshows, ist aktuell 6 Jahre alt. 2004 bewirbt sich Buddy an der Schauspielschule Berlin. Die Jury ist entzückt von seiner Darbietung des türkischen Liedes "Ilgaz Anadolunun". Auf Grund seines komischen Talents wird er ermutigt vom klassischen Schauspiel abzurücken. Er beschließt eigene Charaktere zu erschaffen: Ogün Bastürk, der unverwechselbare Türke aus dem Hamburger Vorstadtghetto mit seiner multiplen Persönlichkeit ist geboren! Und einen Teil dieser Schizophrenie wurde nun auf eine DVD gepresst - und wir haben reingeschaut...
V.I.P. Was'los?
Mozart, Ogüns Manager, hat spontan eine Tour durch Deutschland gebucht, von der Ogün erst nach dem Unfall von Mozart mit Student "Che" erfährt. Da Mozart keine Polizei alarmieren will, jedoch "Che" darauf besteht, spitzt sich die Situation soweit zu, dass Mozart den Plan fasst "Che" mit Ogüns Hilfe zu entführen. "Che" muss nun ungewollt als Geisel in einer Holzkiste im Kofferraum mit auf die Scheunen-Tour übers Land. Von Auftritt zu Auftritt erlebt das ungewöhnliche Trio allerhand Geschichten. Ogün hat vor einem Auftritt ein wichtiges V.I.P. Geschäft zu klären; Mozart muss einspringen und singt u.a. seinen Hit "Margarethe". Mozart trifft auf Tour seine heiß geliebte Verflossene, die mittlerweile in einer Pension arbeitet und Ogün gerät mit allen in eine kuriose Polizeikontrolle. "Che" gelingt zwischendurch die Flucht und gerät dabei auf die Bühne vor das wartende Publikum. Schließlich fassen Ogün und Mozart "Che" erneut und überlassen ihn Sergej, dem ukrainischen Luden und Schleuser für illegale Arbeitskräfte...
Buddy Ogüns Gags und Slapstickeinlagen sind sicherlich nicht Jedermanns Geschmack. Sicherlich gehört er zu den Comedy-Sternchen, die den Durchbruch noch nicht in einer Weise geschafft haben wie Mittermeier, König oder Barth, aber man kann schon erkennen, dass Ogüns über eine ganze Reihe an Talenten verfügt, die in diesem speziellen Business nur von Vorteil sein können. Mögen muss man seine Comedy-Einlagen dennoch und das gelingt angesichts etwas überzeichneten Geschichte, eher mässiger Bildqualität und etwas zu monotoner Rahmenhandlung leider zu selten. Ogüns selbst verkörpert mit höchstem körperlichen Einsatz satte 10 Haupt- und Nebenrollen, aber es ist einfach hier und da zu einfältig, zu platt, gar kein Tiefgang.



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