Evolution einer skandinavischen Extreme-Metal-Hoffnung
In den vergangenen Jahren erfuhren Sarcator in der skandinavischen Szene viel Aufmerksamkeit und erarbeiteten sich den Ruf als eine der spannendsten Nachwuchsbands des Genres. Das spiegelte sich nicht nur in Nominierungen für namhafte schwedische Musikpreise wie den P3 Guld sowie den Grammis Award wider, sondern auch in gemeinsamen Auftritten mit etablierten Acts wie Hellripper, 1349 oder Midnight. Mit dem frischen Neuzugang Linus Edmarker am Bass hat das Quartett um Sänger und Gitarrist Mateo Tervonen, Gitarrist Leo Buchalle sowie Drummer Jesper Rosén seine Aufstellung für die Zukunft gefestigt.Auf dem neuen Longplayer zeigt sich das schwedische Gespann experimentierfreudig und löst sich von starr gesteckten Genregrenzen. Zwar bleiben die charakteristischen Vocals mit ihren Einflüssen aus dem Death- und Black-Metal-Bereich das unverwechselbare Fundament, doch der Gesamtsound baut auf vielschichtige Facetten. Einflüsse aus Gothic Western, raue Rock-’n’-Roll-Grooves, Punk-Attitüde und klassischer Heavy Metal greifen auf dem Album ineinander. Die Band versteht diesen Mix weniger als reine Genrekombination, sondern als eigenständige musikalische Identität, für die sie die Bezeichnung "death's rock" gewählt hat. Im Mittelpunkt des schöpferischen Prozesses stand stets die Frage, was dem einzelnen Song am besten dient.
Schwere Rhythmen und die Geschichte eines Verurteilten
Einen deutlichen Vorgeschmack auf diese musikalische Neuausrichtung bietet die Single "Ain’t Fit to Live", die als schwerster Track des Albums konzipiert wurde. Neben schleppenden Schlagzeugfiguren prägen vor allem Americana-Einflüsse und markante Slide-Gitarren das Gesamtbild. Sänger und Gitarrist Mateo Tervonen gewährt Einblicke in die Inspirationen des Titels:Ain’t Fit to Live ist der Heavy-Song des Albums. Es ist eine langsame, stampfende Hommage an Mötley Crüe aus der Bob-Rock-Ära und Metallica Mitte der 90er, was sich vor allem im Groove des Songs widerspiegelt. Dazu kommt ein starker Americana-Einfluss, der besonders durch die Slide-Gitarre zu hören ist, die sich durch den gesamten Song zieht. Auch das Storytelling spielt eine wichtige Rolle: Der Song schildert die letzten Gedanken eines Outlaws und wie er sein Schicksal akzeptiert, kurz bevor er zum Galgen geführt wird.
Tracklist
- The Ones We Follow
- The Underground Streets
- You Gotta Possess Me
- In Search of Oblivion
- Rotting Chapels
- Bleeding Ages
- Volatile Insight
- Ain't Fit to Live
- Wasteland Strider
- Wanderlust


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!