Ein Experiment ohne festes Line-up
Das Konzept unterscheidet sich grundlegend von klassischen Musikfestivals. Wenn Du ein Ticket kaufst, weißt Du vorab nicht, wer wann welche Bühne betritt. Große Namen spielen ohne Hierarchie Seite an Seite mit Nachwuchskünstlern. Die Dynamik des Wochenendes entsteht im Grunde erst kurz vor den eigentlichen Konzerttagen.Vom 4. bis zum 9. Oktober reisen rund 180 internationale Musikerinnen und Musiker nach Berlin, um eine Woche lang gemeinsam im Funkhaus zu leben und zu arbeiten. In 40 verschiedenen Studios proben sie, tauschen Ideen aus und kreieren neue Songs oder stilübergreifende Experimente. Erst im Anschluss, am 10. und 11. Oktober, öffnet das Gelände seine Türen für rund 5.000 Besucherinnen und Besucher.
200 Premieren an einem einzigen Wochenende
Was während der sogenannten Residency-Woche entsteht, wird am Festivalwochenende auf insgesamt 11 Bühnen präsentiert. Geplant sind rund 200 einzigartige Performances und Premieren. Viele der dort gezeigten Formationen und Kompositionen entstehen ausschließlich für diesen Anlass und werden danach voraussichtlich nie wieder in dieser Form live zu hören sein.Finanziell verfolgt das Projekt ebenfalls einen eigenen Ansatz: Sämtliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf fließen direkt in die Deckung der Produktions- und Aufenthaltskosten aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler.
Bunte Mischung internationaler Talente
Zu den dieses Jahr bestätigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehören unter anderem LEA, Bonaparte, IUMA, Severin Kantereit, Zaho de Sagazan, BJ Burton, Jake Clemons, POMME, Leif Vollebekk, Kaitlyn Aurelia Smith sowie das Elektronik-Duo Mouse on Mars. Ebenfalls auf der umfangreichen Gästeliste finden sich Namen wie Woodkid, Henning May, Erlend Øye, Colin Stetson und Nick Zinner.Da die Teilnahme auf persönlicher Zusage ohne feste Verträge basiert, bleibt das Programm bis zum Schluss dynamisch. Die Veranstalter betonen, dass sich das Line-up bis zum Oktober noch weiter verändern und ergänzen kann. Wer das Funkhaus Berlin im Oktober besucht, erlebt somit ein einmaliges musikalisches Experiment, bei dem der Prozess des Musikmachens genauso im Mittelpunkt steht wie das fertige Konzert.


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