...und zwar den Platz hinter dem Lenkrad!
Hier tut man dann gut daran zunächst den Einführungsmodus zu starten, schließlich will so ein Supercar auch beherrscht werden. In diesem Tutorial geht es nun darum 16 Rennstrecken zu besuchen und dort mit unterschiedlichen vorgegebenen Fahrzeugen das Bestmögliche zu erreichen. Dabei sollte man auf den korrekten Bremspunkt achten und natürlich die Ideallinie so gut wie möglich einhalten, um eine Wertung von mindestens 70% zu erreichen. Damit schaltet man sich nicht nur neue Fahrzeuge frei, sondern sammelt auch Credits, mit denen man die Boliden dann auch überhaupt erst kaufen kann. Die Rennstrecken reichen vom Nürburgring über Monza bis hin zum Homestead Infield in der USA oder dem Mont Tremblant in Kanada.Schon die erste Kurve wird dann auch die erste Erkenntnis liefern: "SuperCar Challenge" ist kein klassischer Arcade-Racer, sondern bietet durchaus ernstgemeinte Simulationskost. Die Fahrzeuge sind angesichts ihrer Pferdestärken nicht immer leicht zu steuern. Manche der Boliden neigen vehement zum Ausbrechen, andere zum Untersteuern. Dieses Gefühl wird aber sehr gut ins heimische Wohnzimmer portiert, so daß man immer ahnt, wenn das Auto kurz davor ist eigene Wege zu gehen. Gefühlvoll muss man dennoch zur Sache gehen - jedes Antippen der Pedale, jeder noch so kleine Einschlag am Lenkrad wird ziemlich deutlich aufs Fahrzeug übertragen. Dementsprechend sollte man sich selbst ein bisschen zähmen. Als Kommentator der ersten Runden macht Tiff Needell (5th Gear) auf sich aufmerksam, der mit gutgemeinten Ratschlägen aus dem Off auf Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten beim Fahrstil hinweist.
Wrooooom!
Neben dem Tutorial gibt es dann noch das altbekannte "Schnelle Rennen", einen Karrieremodus, das Zeitrennen, ein Supercar-Turnier und den Arcade-Wettbewerb. An Abwechslung bei den Spielmodi wurde also gedacht, wie man sehen kann. Beim Arcademodus muss man hintereinander drei Rennen absolvieren, die in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchlaufen werden müssen. Ähnlich geht es auch beim Supercar-Turnier zur Sache, welches aus 3 vorherbestimmten Rennen auf 16 Rennstrecken bestehen. Ziel ist es alle Rennen zu gewinnen und dabei fette Boni einzustreichen. Herzstück des Spiels ist aber sicherlich der Herausforderungsmodus in der man eine Rennsaison gegen 15 andere Fahrer zu absolvieren hat. In diesen Rennen kann man dann Rennpunkte (nicht identisch mit den Credits, eher sowas wie Erfahrungspunkte) sammeln. Die Rennpunkte braucht man, um im Herausforderungsmodus weiterzukommen und sie werden in Abhängigkeit von der erreichten Platzierung vergeben. Hat man genügend Rennpunkte gesammelt, gibt es so genannte "Einladungsrennen" mit denen man sich neue Fahrzeuge freischalten kann, die anschließend in der Garage käuflich zu erwerben sind.
Die Fahrzeuge sind dann auch eines der Highlights des Spiels, denn die Boliden sind schon wirklich atemberaubend in Szene gesetzt. Auffällig, dass insbesondere die Ferrari-Produktpalette sehr ausgedehnt ist, aber mit einem Aston Martin, Mercedes, McLaren, Bugatti und der Ankündigung, dass noch weitere Fahrzeuge erhältlich sein werden gibt sich die Supercar-Garage recht umfangreich. Zudem lassen sich alle Fahrzeuge in Farbe und Vinylsets "pimpen" und damit dem eigenen Geschmack anpassen (wenn auch nicht so umfangreich, wie bei anderen Genrevertretern). Auch bei den Strecken sind viele aus der Formel 1 bekannte Namen mit dabei: Hockenheim, Spa, Nürburgring, Montreal, Paul Ricard (Ex-F1-Strecke), Monza und vielen anderen Strecken (insgesamt 16).Grafik und Sound
Auch optisch gibt sich "SuperCar Challenge" detailverliebt: Blätter auf der Fahrbahn werden hochgeschleudert, Sonnenreflektionen im Außenspiegel, lebendige Rennstreckengestaltung. Kurzum: Auch wenn man eigentlich keine Zeit hat, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, so gibt es jenseits der Piste doch einiges zu sehen. Spätestens bei den Widerholungen der Rennen (oder in unserem Video, siehe unten) darf man dann der ganzen Pracht fröhnen. Auch die Fahrzeuge sind perfekt in Szene gesetzt. Atemberaubend schöne Cockpits gibt es zu sehen, genauso wie stimmige Werbebotschaften an der Streckenbegrenzung, prall gefüllte Publikumstribünen und vieles mehr. Ein kleiner Preis den man dafür zahlen muss: Mitunter etwas lange Ladezeiten!Ein besonderes Lob haben die Sounds der Boliden verdient. Die Motorengeräusche lassen Gänsehaut aufkommen und entschädigen damit etwas für den schnöden Soundtrack. Hier erklingt bei jedem (!!) Spielstart immer wieder die "Carmina Burana" und danach gibt es poppige Rhythmen, die ebenfalls nicht gerade mitreißen können. Schade. Nedell kommentiert das Spiel in englischer Sprache, der Rest des Spiels (Menü, Untertitel, etc) ist lokalisiert.




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