Doch schon nach wenigen Partien merkt man: Das Spiel schafft es nicht, sich wirklich in die Riege guter Billardtitel einzureihen. Gerade wer „Pool Nation“ auf der PS4 kennt, wird feststellen, dass dort sowohl die Präzision der Stöße als auch die Kameraführung und das allgemeine Handling deutlich runder und professioneller wirken. Top Shot Pool bleibt dagegen eher im Mittelfeld hängen.
Gute Atmosphäre, aber spielerische Stolperfallen
Die grundlegende Mechanik funktioniert, doch sie fühlt sich nie ganz so geschmeidig an, wie man es erwarten würde. Stöße wirken gelegentlich zu steif oder unpräzise, und das Fehlen eines Top-Down-Blicks ist ein echtes Problem – besonders bei kniffligen Winkelshots oder beim taktischen Spiel.Dass darüber hinaus im falschen Moment Lampen oder andere Deko-Elemente die Sicht versperren können, wirkt wie ein unnötiger Frustfaktor. Eine PS5 -Version sollte hier eigentlich mehr Komfort bieten.
Adaptive KI – spannend, aber nicht immer im guten Sinne
Die KI zeigt zwar Momente beeindruckender Präzision, verfällt dann aber wieder in völlige Anfängerfehler. Das sorgt für Unberechenbarkeit, aber nicht unbedingt für spielerische Fairness oder Flow. Es fühlt sich weniger wie ein Gegner an, der wirklich mitdenkt, sondern wie jemand, der zwischen Genie und Chaos pendelt.Musik, die man nicht abschalten kann – und das ist schlimmer, als es klingt
Ein echter Abzugspunkt: Die Hintergrundmusik lässt sich nicht deaktivieren. Sie dudelt permanent, ihr Klangbild ist austauschbar – und der Übergang zwischen den Tracks ist teilweise wirklich schmerzhaft abrupt. Gerade bei einem Spiel, das Konzentration verlangt, ist das ein echtes Problem. Statt Ruhe entsteht eine Art akustischer Dauerstress, der die Atmosphäre eher zerstört als unterstützt.Für viele Spieler dürfte das allein ein KO-Kriterium sein – spätestens nach einigen Matches.
Solide Inhalte, aber kaum echte Highlights
Modi wie Clearance, Turniere oder lokale Duelle bringen Varianz, aber nichts fühlt sich tief oder besonders motivierend an. Es gibt keine freischaltbaren Queues, keine kosmetischen Belohnungen, keine Progressionssysteme. Für ein Spiel, das langfristig fesseln möchte, ist das schlicht zu wenig.Auch die Steuerung benötigt Gewöhnung. Statt intuitiv zu verschwinden, bleibt sie ständig spürbar. Das Ergebnis: Man spielt nicht entspannt Billard – man kämpft ein wenig mit der Bedienung.





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