Solas 128
Tom Methven, so der Name des Solo-Entwicklers hinter dem Game Studio "Amicable Animal" steckt und der sich für so ziemlich alles verantwortlich zeichnet, was die Entwicklung von "Solas 128" angeht. Und wie man sieht: Man kann tatsächlich alles realisieren, unter anderem auch ein eigenes Spiel entwickeln und dann auf Steam und im Nintendo-Shop veröffentlichen. Ist das nicht toll? Aber lassen wir zunächst Tom selbst zu Wort kommen:
"SOLAS 128 ist seit 2 Jahren ein so großer Teil meines Lebens, dass es ein wenig surreal ist, es in den Stores von Steam und Switch zu sehen. Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten, dass mehr Leute es spielen! Wenn es euch auch nur einen Bruchteil der Freude und Ablenkung bringt, die es mir während der Entwicklung gebracht hat, werde ich mich freuen!".
"Ich will mir die Augäpfel waschen"
Genau das sagte unser Captain BäM! im obigen Gameplay-Video und das ist keineswegs negativ gemeint. "Solas 128" ist ein ausgesprochen farbenfrohes Spiel, welches im gesamten Game mit äußerst knallbunten Lichteffekten aufwartet und dabei stets den Spieler aus dem dunklen Hintergrund heraus regelrecht anstrahlt. Der Effekt ist sehr lebensecht, da möchte man sich wirklich zu Beginn die Augen reiben, aber dafür bleibt keine Zeit, denn schon schnell hat das Game den Spieler in Beschlag genommen. Den Rätselfreund erwarten 150 miteinander verbundene Neon-Rätsel, die es zu erkunden und zu lösen gilt. Das beginnt wie immer recht harmlos, wird dann aber schon schnell zu einer echten Herausforderung. Hier und da gibt es dann auch mehrere scheinbare Lösungswege, aber vor dem Hintergrund unserer bisherigen Erfahrungen kann man festhalten, dass es stets nur einen richtigen Weg zur Lösung gibt.

Es gibt sogar eine Rahmenhandlung, die jedoch bis zum Ende ebenfalls rätselhaft bleibt: Der Spieler blickt in die Mechanismen einer komplizierten arkanen Maschine, die von einer seltsamen äußeren Kraft angegriffen wird. Durch das Ablenken, Kollidieren, Aufspalten und Verschmelzen von Impulsen, die wie ein Uhrwerk zum Beat des maßgeschneiderten Synthwave-Soundtracks von "Solas 128" schlagen, können die Spieler die beschädigte Maschine reparieren und bisher unbekannte Geheimnisse aufdecken.
Oder anders gesagt: Durch das Positionieren, Drehen und Entfernen von Spiegeln kann ein Lichtimpuls umgelenkt werden und muss stets so gesteuert werden, dass es in einem Zielfeld landet. Das klingt jetzt so banal, dass nicht unerwähnt bleiben darf, dass das Spiel echt knackig ist, was den Schwierigkeitsgrad angeht. Fans dieses Genres kommen dabei auf ihre Kosten. Prismen, Glitches, neue Arten von Spiegeln und mehr lauern in den Untiefen der 150 Level. Zum Beispiel auch Filter, die Farben aus Impulsen entfernen, die über sie hinweggehen. Glücklicherweise gibt es aber auch ein Hinweis-System, das eher als Leitfaden denn als Spielverderber dient. Insofern dürften wohl auch ungeübte Rätsel-Neulinge keine Frustration erleben. "Solas 128" ist unterm Strich ein originelles Puzzlespiel, das sich milde im Schwierigkeitsgrad steigert und stets dann neue Mechaniken einführt, wenn man gerade das Gefühl hat, es zu meistern.

Die Steuerung ist tadellos, auch die grafische Gestaltung des Spiels schmeichelt den Augen (sobald wieder eingesetzt). Besonders hevorzuheben ist jedoch insbesondere der Soundtrack, der einen vom ersten Beat an gefangen nimmt und dann auch nicht mehr loslässt. Immer wieder erwischt man sich beim Kopfnicken und versucht man dieses zwanghaft zu unterbinden, bedienen die Füße unter dem Tisch eine Double-Bass zum Style der 80er. Insofern passen der Synthwave-Soundtrack und die Optik auch gnadenlos gut zusammen, das macht schon Laune. Jeder Puls bewegt sich jederzeit im Takt, und jedes Rätsel ist mit dem nächsten verbunden.





Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!