Steel Battalion: Heavy Armor Review

Im Vertical Tank gegen die asiatische Supermacht kämpfen



Wer hinter einem Spiel mit dem Titel "Steel Battalion" irgendwas mit Panzern vermutet ,der irrt sich. Denn gepanzert ist man zwar, aber nicht etwa hinter dem üblichen Modell mit Ketten, sondern im Inneren eines sogenannten VT, Veet oder auch "Vertical Tank".

Chips sind alle!
Die Ausgangssituation in "Steel Battalion" ist ein für Computerfans unvorstellbar schreckliches Szenario: Eine silikonfressende Mikrobe hat sich im Jahre 2020 auf der ganzen Welt verbreitet und alle Computerchips zerfressen! Dies hat die Welt, so wie wir sie kennen, ins Chaos gestürzt, denn eine asiatische Supermacht nutzte die Situation aus und konnte mir ihrer veralteten Technologie Amerika angreifen. Die Hauptstory rund um den VT-Piloten Powers und seiner Crew spielt schließlich im Jahre 2082 , in dem die Amerikaner versuchen, ihr Land wieder zu gewinnen.

Die Geschichte einer Steuerung
Die "Steel Battalion" Serie kann auf eine Historie der besonderen Bedienungsmöglichkeiten zurückblicken. Schon das erste Spiel für die alte Xbox besaß in der schnell ausverkauften Sammleredition einen speziell angefertigten Controller, beziehungsweise ein ganzes Controller-Brett, bestehend aus zwei Steuerknüppeln, drei Fußpedalen und vierzig Knöpfen! Auch "Steel Battalion: Line of Contact" hat von dieser "Controllkonsole" Gebrauch gemacht. In "Steel Battalion: Heavy Armor" für die Xbox 360 schließlich hat man den Sprung von Konsole zum Körper gemacht und die Kinect involviert. Gesteuert wird das Spiel nun sowohl mit dem Xbox 360 Controller als auch mit Gestik per Kinect. Sitzt man erst einmal zusammen mit seinen drei Crewmitgliedern in gemütlicher, enger Runde im VT, kann man sich zum Beispiel per Wischgestik seiner Besatzung zuwenden (obwohl das manchmal das Gefühl vermittelt, man würde seinen Kameraden einen auf den Hinterkopf geben) oder aber man wirft durch Aufstehen einen Blick aus der Dachluke. Diverse andere Gestikulationen dienen der weiteren Navigation und Bedienung des Panzers oder des eigenen Körpers (ingame).

Mit Gefühl
Die Idee, den Sprung von der Steuerkonsole zur Kinect zu machen, ist eine zweischneidige Sache, denn wenn alles funktioniert, ist die Immersion sehr hoch und man bekommt wirklich das Gefühl, man säße am Steuer eines riesigen Walkers. Auch der Sound des Spiels trägt sehr viel zu diesem Gefühl bei. Es kracht und röhrt und explodiert wie es besser nicht geht und die teils schnippischen, teils dramatischen Kommentare der Crewmitglieder tun ihr übriges. Allerdings nur WENN alles funktioniert. Beim Testen ist es öfters vorgekommen, dass die intendierte Gestik nicht richtig erkannt oder falsch interpretiert wurde. Besonders in hektischen Situation, wie jetzt zum Beispiel einer Strandinvasion, kann so etwas zu einem schnellen und auch sehr frustrierenden Tod führen. Man hat zudem Mühe mitzukriegen, was die eigentlichen Befehle sind, wenn man versucht, gleichzeitig mit den Händen die notwendigen Gesten zu machen und dabei auch noch den Controller festhalten und richtig bedienen muss, da der ja den VT bewegt.

Die Missionen des Spiels bestehen in der Regel aus Arenen oder Schlauch-Leveln in verschiedenen Settings. Ein besonderes Feature des Spiels ist zudem der Online-Coop-Modus. Wer jetzt aber denkt, dass man sich mit drei weiteren Spielern ein Cockpit teilt und einer den Leader und einer den Navigator usw. spielt, der irrt. Jede der sieben Kampagnen hat eine Coop-Mission, die mit drei weiteren VT-Piloten und ihren Veets angegangen werden können. Diese Missionen sind getimed und bringen Upgrades für den VT.

FAZIT

Nette Steuerungsidee, schlecht umgesetzt. Für Hardcore-Panzer- und Simulationsfans, die sich mal ein bisschen bewegen wollen und frustresistent sind.

Kornel Janisio (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 68%
Im Vertical Tank gegen die asiatische Supermacht kämpfen
Einzelwertungen
Gameplay
50
Grafik
80
Sound
90
Steuerung
50

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Release 12.09.2002
Studio Capcom Production Studio 4, Nude Maker
Publisher Capcom , Microsoft Game Studios
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