Slipknot - All Hope Is Gone Review

Neues Album zeigt gereifte Maskenmänner zwischen Melodie und Härte



Soviel vorneweg: Slipknot sind reifer geworden. Nun, gerade zum Traum jeder Schwiegermutter sind die neun Iowaraner nicht mutiert, aber man kann die Entwicklung der Band deutlich nachvollziehen, insbesondere dann, wenn man auch die Vorgänger kennt. Das neue Opus "All Hope Is Gone" klingt wie gesagt eine Spur erwachsener, reifer - um nicht das böse Wort "kommerzieller" in den Mund zu nehmen.

Nach dem Intro zeigen die Jungs mit ihrem fünften Album und dem Opener "Gematria (The Killing Name)" allerdings zunächst, dass sie noch immer als Schwiegermutter-Schreck taugen und bieten ein gelungenes Amuse-Gueule aus der Hölle. Die nachfolgenden "Sulfur" und "Vendetta" werden dann zunehmend melodischer, auch wenn die ultra-harten Klampfen und das kongeniale Stockschwingen von Joey Jordison jedem Mainstream-Gedanken immer wieder den Hahn abdrehen.

Die nachfolgenden "Psychosocial" und "Dead Memories" dürften hinlänglich bekannt sein und zeigen nun die angesprochene Entwicklung der Band auf. Frontmann Corey Taylor singt in diesen Songs deutlich mehr als in jedem anderen bis dato bekannten Song der Maskenmänner. Das ändert jedoch nichts an den tollen Tracks, denn die beiden Stücke sind sicherlich zwei Highlights des Albums, die nur noch von der Ballade (!!) "Snuff" in den Schatten gestellt werden. Man ahnte es bereits auf "Vol. 3: The Subliminal Verses", dass eines Tages eine Hammerballade möglich wäre, auch wenn man es den Jungs mit den so martialischen Masken nicht zugetraut hätte, aber nun ist es geschafft und "Snuff" schreibt ein kleines Stück Musikgeschichte mit ausgeklügelten Steigerungen und einem lesenswerten Text.

Auch die anderen Tracks des Albums wissen zu gefallen und runden den guten Gesamteindruck des Albums ab:
  • 1. .execute.
  • 2. Gematria [The Killing Name]
  • 3. Sulfur
  • 4. Psychosocial
  • 5. Dead Memories
  • 6. Vendetta
  • 7. Butcher's Hook
  • 8. Gehenna
  • 9. This Cold Black
  • 10. Wherein Lies Continue
  • 11. Snuff
  • 12. All Hope Is Gone

FAZIT

Mit "All Hope Is Gone" setzt Slipknot seinen Weg fort und erkundet Pfade, die vorhersehbar waren. Das Album und der Sound haben dennoch nicht an Schlagkraft und Atmosphäre verloren und so zählt das Werk mit "Vol. 3: The Subliminal Verses" zu den bisherigen Highlights der Bandgeschichte.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Neues Album zeigt gereifte Maskenmänner zwischen Melodie und Härte

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