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Lowsunday melden sich mit neuer Single „Soft Capture“ zurück

Das Post-Punk-Duo veröffentlicht erstes neues Material seit 1999.



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Foto: Christina Sahene. Mehr zum Thema Transparenz.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten kreativer Pause schlägt das aus Pittsburgh stammende Post-Punk-Duo Lowsunday ein völlig neues Kapitel in seiner Bandgeschichte auf. Mit „Soft Capture“ hat die Formation ihre inzwischen zweite Single von der frisch erschienenen „Low Sunday Ghost Machine - White EP“ veröffentlicht. Begleitet wird der Track von einem stimmungsvollen Musikvideo, das unter der Regie von Jer Herring entstanden ist. Nach der bereits ausgekoppelten Single „Love Language“ liefert die Band damit den nächsten Höreindruck ihres ersten komplett neuen Materials seit dem Jahr 1999.

Zwischen Vintage-Synths und Gitarren-Theremin

Ursprünglich unter dem Namen Low Sunday Ghost Machine Mitte der neunziger Jahre gegründet, erarbeitete sich das Projekt rasch den Ruf von retro-futuristischen Wegbereitern. Lange bevor Darkwave und Shoegaze eine weltweite Renaissance feierten, verschmolzen die Musiker diese Klangwelten bereits miteinander. Nach einer langen Auszeit kehrten die Gründungsmitglieder Shane Sahene und Bobby Spell im vergangenen Jahr als eingespieltes Duo auf die Bildfläche zurück. Der spezifische Sound von „Soft Capture“ ist dabei das Ergebnis akribischer Klangarbeit, wie Sahene im Gespräch erläutert:
Bei „Soft Capture“ wollten wir Vintage-Synths über eine drohnenartige Basslinie legen, gekrönt von einer umherwandernden Gitarrenmelodie. Wenn die Gitarre absteigt, bekommt sie für uns einen dunkleren Ton, doch dann entsteht durch das Wiederansteigen der Melodie ein kleiner Hoffnungsschimmer. Das Feedback der Leadgitarre haben wir fast wie ein Theremin eingesetzt und im Hintergrund zerfließen lassen.
Shane Sahene
Auch auf textlicher Ebene verhandelt der Song emotionale Spannungsfelder. Es geht um Resignation, die Fallstricke des Alltags und die Versuchung, sich den Gegebenheiten einfach zu fügen. Dennoch bricht der Track am Ende zu einem optimistischen Ausblick auf, der das Potenzial zum Aufbruch in den Vordergrund stellt.

Drei Jahrzehnte Bandgeschichte und kommende EPs

Um die Tragweite der aktuellen Veröffentlichung zu verstehen, lohnt ein Blick in die Vergangenheit der Band. Ihr früherer Ruf stützte sich maßgeblich auf das selbstbetitelte Debütalbum sowie das 1999 veröffentlichte Werk „Elesgiem“, das in Fachkreisen als Meisterwerk gilt. Beide Alben wurden vor Kurzem über das Label Projekt Records neu aufgelegt, um sowohl das 30. als auch das 25. Jubiläum gebührend zu feiern. Die „White EP“ knüpft nahtlos an diese Historie an und verbindet die gesammelte Erfahrung aus drei Jahrzehnten mit moderner Produktionsästhetik. Das renommierte Fachmagazin Post-Punk.com zeichnete die Veröffentlichung bereits als eines der herausragenden Alben des Jahres 2025 aus.

Sahene beschreibt die Intention hinter den Texten und dem Gesang so:
Textlich haben wir über die Fallen des Lebens nachgedacht und darüber, wie sehr wir uns Dingen oft einfach fügen - doch der Song kehrt am Ende zu einem optimistischen Blick zurück, zur Möglichkeit, einfach davonzulaufen. Wir haben das Gefühl, dass die Backing Vocals im Refrain genau diese Stärke und Hoffnung in eine Situation bringen, die sich sonst wie eine Kapitulation anfühlen könnte.
Shane Sahene
Wer sich das Werk ins Regal stellen möchte, muss schnell sein: Die physische Version der „Low Sunday Ghost Machine - White EP“ erscheint als streng limitierte Vinyl-Ausgabe mit gerade einmal 200 Exemplaren. Digital steht die EP auf allen gängigen Streaming-Diensten wie Spotify, Apple Music sowie auf Bandcamp bereit. Da das Duo sämtliche Schritte vom Songwriting über die Instrumentierung bis hin zu Mastering und Artwork in Eigenregie stemmt, darfst du dich zudem auf weiteren musikalischen Nachschub freuen. Noch in diesem Jahr sind zwei zusätzliche EPs geplant, die Stücke wie „Nevver“, „Call Silence“ und „You Lost Yourself“ flankieren und die vielfältige Bandbreite des Duos unterstreichen.

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