Ein persönliches Vermächtnis und tiefe Einblicke
Musikalisch und visuell wird die Veröffentlichung von einem besonderen Hintergrund begleitet. Das farbenprächtige Video, das den Song untermalt, stammt aus der Feder der Regisseurin Francesca Bonci. Sie hatte bereits für die vorherigen Auskopplungen wie „Under Dark Skies“ und „Alive and Well“ die visuelle Umsetzung übernommen. Die aktuelle Videopremiere ist jedoch von einem schweren Verlust überschattet: Sie ist dem Gitarristen Paul Boutin gewidmet, der im Oktober des vergangenen Jahres den Folgen seines Krebsleidens erlag. Frontmann John Treanor gewährt tiefe Einblicke in die Entstehungsphase des Stücks:
„You Never Have to Love Me“ entstand im September 2023, in einer sehr produktiven Schreibphase. Emotional ging es mir damals nicht gut, und beim Schreiben hatte der Song für mich keine bewusste Bedeutung. Wenn ich heute darauf zurückblicke, scheint es aber darum zu gehen, die eigenen Fehler anzuerkennen und nach Gnade zu suchen. Die Idee, dass du mich nie lieben musst, handelt eigentlich davon, dass ich zuerst mich selbst lieben muss, bevor ich versuchen kann, Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Aufwendige Studioproduktion und Blick zurück
Für die Produktion des Songs versammelte sich eine beachtliche Ansammlung an Musikerinnen und Musikern im Studio. Gleich drei Gitarristen, sechs an den Vocals beteiligte Personen, zwei Bassisten sowie klassisches Schlagzeug und Keyboard wirkten an der Aufnahme mit. Diese personelle Vielfalt ergab sich unter anderem daraus, dass während der laufenden Sessions ein Wechsel am Bass stattfand und sowohl der scheidende als auch der zurückkehrende Tieftöner ihre jeweiligen Spuren einspielten. Verantwortlich für die professionelle Aufnahme und Produktion zeichnete Paul Roessler, der in der Vergangenheit bereits mit bekannten Acts wie Nina Hagen oder The Screamers zusammengearbeitet hat. Die Aufnahmen fanden in den Kitten Robot Studios statt, während das Mastering von Alex DeYoung übernommen wurde, der in seiner Laufbahn unter anderem mit Künstlern wie Michael Jackson und BTS gearbeitet hat.Als B-Seite fungiert der Track „Everybody's Dead“. Dieser Song blickt bereits auf eine längere Geschichte zurück, da er im Jahr 2016 auf der EP „Bad Clouds“ erschien, damals jedoch kaum Aufmerksamkeit erhielt. Für die Band markiert das Stück einen wichtigen Meilenstein: Es war die erste Produktion, die vollständig in den Kitten Robot Studios unter der Regie von Paul Roessler entstand, und gleichzeitig der Auftakt der Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Stephen Striegel, der bis heute fest zur Formation gehört.
Die Wurzeln der Gruppe reichen rund ein Jahrzehnt zurück, als sich John Treanor in Los Angeles und James Cooper in New York über den Austausch von Demos kennenlernten. Heute formiert sich das Line-up aus Treanor, Striegel, Courtney Davies, Phil Cobb, Nic Nifoussi und Clea Cullen, während der verstorbene Paul Boutin weiterhin als fester Bestandteil im Geiste der Band gilt. Wer sich das aktuelle musikalische Schaffen anhören möchte, findet die Single auf gängigen Plattformen wie Spotify, Apple Music und Bandcamp, während das zugrundeliegende Album weiterhin auf Vinyl erhältlich ist.


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