Spontane Energie trotz räumlicher Distanz
Obwohl die vier Bandmitglieder Roddy Bottum, Will Schwartz, Jone Stebbins und Lynn Truell in ganz unterschiedlichen US-Städten wohnen, haben sie über die Jahrzehnte einen eigenen Weg gefunden, ihre kreative Chemie aufrechtzuerhalten. Ihre Alben entstehen in regelmäßigen Schreibretreats und intensiven Aufnahmesessions. Jedes neue Werk markiert dabei eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Lebensphase, wie Roddy Bottum erklärt: Es seiein episodisches Stück davon, wo wir gerade stehen.
Für die letzten paar Alben war der Prozess ähnlich. Wir leben weit voneinander entfernt, also kommen wir zunächst zusammen, um zu kollaborieren, zu schreiben und zu kreieren. Wenn wir genug Material haben, treffen wir uns erneut zum Aufnehmen. Die Szenarien des Schreibens und des Aufnehmens erfordern mehrere Reisen, manchmal mit großen zeitlichen Lücken dazwischen, je nach unseren verschiedenen Zeitplänen.
Zwischen Punk-Attitüde und Tanzbarkeit
Klanglich präsentiert sich „All Over You“ als das bislang vielseitigste Album der Bandgeschichte. Das Spektrum reicht von klassischem Bubblegum-Pop und vielschichtigen Boy/Girl-Harmonien über druckvolle Electro-Beats bis hin zu verzerrten Punk-Gitarren und Power-Pop-Hymnen. Der Titeltrack beispielsweise basiert ursprünglich auf einem Computer-Beat, erhielt aber im Studio durch verzerrte Bassläufe und improvisierte Percussions ein spürbares Knurren.Schlagzeugerin Lynn Truell erinnert sich an das Entstehen dieser ungebändigten Studio-Momente:
In meinem Kopf bin ich einfach zurück zum Punk gegangen, zurück zu diesem Gefühl, herumzustreifen, nach irgendetwas zu suchen und so wütend darüber zu sein, wie langweilig alles ist, dass man einfach schreien muss.
Wir wollen Menschen gleichzeitig zum Tanzen, Denken und Fühlen bringen.
Tracklist
- Overdrive
- Hands All Up
- All Over You
- A Single Chair
- Get You Home
- On the Island
- Kiss It Goodbye
- Probably So
- Have a Shout
- Bringing It Down


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!