Lange Wege und intensive Sessions
Seit über drei Jahrzehnten machen Will Schwartz, Roddy Bottum, Jone Stebbins und Lynn Truell bereits gemeinsam Musik. Da die Bandmitglieder mittlerweile in verschiedenen Städten leben und eigene Familien haben, vergehen zwischen den Albumveröffentlichungen meist fünf bis sechs Jahre. Das neue Werk versteht die Gruppe als eine Bestandsaufnahme ihrer Entwicklung. Roddy Bottum bringt es auf den Punkt:ein episodisches Stück davon, wo wir gerade stehen, wo die Welt gerade steht, wer wir geworden sind und wie die Geografie unseres kollektiven Bewusstseins aussieht.
Für die letzten paar Alben war der Prozess ähnlich. Wir leben weit voneinander entfernt, also kommen wir zunächst zusammen, um zu kollaborieren, zu schreiben und zu kreieren. Wenn wir genug Material haben, treffen wir uns erneut zum Aufnehmen. Beide Szenarien – Schreiben und Aufnehmen – erfordern mehrere Reisen, manchmal mit großen zeitlichen Lücken dazwischen, je nach unseren verschiedenen Zeitplänen.
Es war ein lustiger Abend, wir hatten eine gute Chemie. Will hat diese unglaubliche Melodie über etwas gelegt, das ich schnell eingespielt hatte, und ich bin fiebrig aufgewacht, weil es mir die ganze Nacht im Kopf war. Ich dachte: ‚Wir müssen dich zur Fähre bringen, aber lass uns vorher noch etwas aufnehmen.‘ Wir hatten Zeit für einen einzigen Take – seinen Gesang – und der war einfach magisch.
Vielfältige Klänge und Punk-Einflüsse
Musikalisch deckt „All Over You“ eine breite Palette ab: Bubblegum-Pop, Electro-Beats, grungige Gitarrenverzerrungen und vielschichtige Gesangsharmonien greifen ineinander. Auch kritische Themen wie der Einfluss des Kapitalismus auf die Kunstproduktion fließen in Songs wie „Hands All Up“ ein.Im Titeltrack „All Over You“ trifft ein verzerrter Basslauf von Jone Stebbins auf ein prägendes Element von Schlagzeugerin Lynn Truell, die dem Stück mit einem spontanen Schrei eine besondere Note verpasste. Truell beschreibt die Inspiration dahinter:
In meinem Kopf bin ich einfach zurück zum Punk gegangen – zu diesem Gefühl, herumzustreifen, nach irgendetwas zu suchen, und so wütend darüber zu sein, wie langweilig alles ist, dass man einfach schreien muss.
Wir wollen Menschen gleichzeitig zum Tanzen, Denken und Fühlen bringen.
Tracklist
- Overdrive
- Hands All Up
- All Over You
- A Single Chair
- Get You Home
- On the Island
- Kiss It Goodbye
- Probably So
- Have a Shout
- Bringing It Down


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