Kunst als Gegenentwurf zur Schnelllebigkeit
Ferdis neues Werk „the Sound of Art“ ist als in sich geschlossenes Gesamtwerk konzipiert, bei dem die Musik in einen Dialog mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen treten soll. In einer Zeit, in der Inhalte oft rasend schnell konsumiert und ebenso schnell wieder vergessen werden, möchte der Musiker einen bewussten Gegenakzent setzen. Für ihn stellt Kunst einen Raum der Entdeckung und der Emotionen dar – einen Ort, an dem jedes Detail das Resultat eines geduldigen und kreativen Prozesses ist.Die Inspiration für diesen Ansatz fand Ferdi in der bildenden Kunst. Seit längerer Zeit fasziniert von der Figur des Malers, stellte er sich die Frage, was einem Werk seine nachhaltige Kraft verleiht. Seine Erkenntnis dabei: Es ist nicht die Komplexität eines Stücks, die Menschen tief berührt, sondern eine ehrliche Aufrichtigkeit, die einer klaren Einfachheit dient. Diese Auseinandersetzung besitzt zudem eine persönliche Note. Das Album versteht sich als Hommage an Ferdis Mutter, die selbst als Malerin arbeitet. Damit würdigt er jene Menschen, die im Stillen unsere Perspektive, Vorstellungskraft und Sensibilität prägen.
Sonnige Einflüsse und namhafte Kollaborationen
Einen konkreten Eindruck dieser musikalischen Philosophie vermittelt die Single „low tide“. Der Track setzt auf eingängige Melodien und soll klanglich die Weite und das Licht Kaliforniens heraufbeschwören. Musikalisch treffen spürbare Einflüsse der 1980er-Jahre auf eine moderne Produktion, an der neben Ferdi und Prince Lao auch Elvin Galland, VEEKO und Yannick Werther als Komponisten mitgewirkt haben.Als Feature-Gast ist Prince Lao zu hören, der das gesamte Album produziert hat. Die Zusammenarbeit im Track hebt die gemeinsame Arbeit im Studio hervor: Das Saxofon übernimmt zunächst die Führung, bevor es in ein dynamisches Zusammenspiel mit der Gitarre übergeht. Getragen wird der Song von einer unbeschwerten Feel-Good-Energie.
Ferdi hat sich bereits mit seinem Debütalbum „TAKE 01“ aus dem Jahr 2024 einen Namen gemacht, das mühelos Jazz und Indie-Pop verband und die französischen Albumcharts erreichte. In der Folge trat er auf bekannten Veranstaltungen wie dem Montreux Jazz Festival, dem Brick Lane Jazz, in Maisons-Laffitte oder beim Winter Jazz Festival Le Touquet-Paris-Plage auf. Sein neues Album erscheint über das Label DEMAIN im Vertrieb von PIAS.


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