Die neue Auskopplung fängt die rohe, unruhige Energie der Mittsiebziger Jahre ein. Musikalisch und inhaltlich führt das Stück direkt in Reeds wohl explosivste Schaffensphase zurück. Begleitet wird die Single von einem Musikvideo des Schotter Filmemachers Iain Mutch (alias Walkerandwilliam), mit dem Connelly bereits bei früheren Projekten wie „Femme Fatale“ zusammengearbeitet hat. Produziert wurde der Track von Connelly zusammen mit Alan Holden Berliant, seinem Bandkollegen von Sons of the Silent Age. Auch Chris Bruce, der bereits für Größen wie Bob Dylan, Seal und Meshell Ndegeocello tätig war, wirkte als Gitarrist und Produzent mit.
Eine Verbeugung vor Reeds wilder Ära
Connelly ordnet Reeds damaliges Schaffen mit prägnanten Worten ein:Nachdem die Welt The Velvets abgelehnt hatte und seine Plattenfirma sein Meisterwerk 'Berlin' verschmähte, wurde Lou Reed zu einem wütenden, getriebenen Geist. Er stürmte mit einer Rockband die Bühne, pumpte Steroide und Speed in seine Musik und spuckte der Musikindustrie ins Gesicht, während er mit seiner scharfzüngigen Art jeden in seinem Weg niedermachte.
Bereits vorab veröffentlichte Connelly die erste Auskopplung „House of 70’s“, eine musikalische Destillation des New Yorks der Siebzigerjahre. Das zugehörige Video entstand unter der Regie von Chris Eichenseer in den Chicagoer Someoddpilot Studios. Falls du dich für bildstarke Musikvideos begeisterst, liefern beide Clips einen hervorragenden Einblick in die visuelle Welt des Projekts.
Die Aufnahmen zum Album erstreckten sich über einen längeren Zeitraum: Zwischen 2023 und 2026 wurde das Material in Chicago und New York abgemischt. Während der Großteil des Albums von Connelly und Berliant produziert wurde, übernahm Chris Bruce bei vier Titeln („Babyface“, „Bye Bye Johnny Viola“, „Doin’ The Things That We Want To“ und „One Too Many Mysteries“) die Regie. Für den Feinschliff im Mastering zeichnet James Scott bei Populist Recording & Mastering verantwortlich.
Formate und Live-Präsentation
Mit einer mittlerweile über vier Jahrzehnte umspannenden Karriere – von seinen Anfängen mit der schottischen Band Fini Tribe über wegweisende Industrial-Projekte wie Ministry, The Revolting Cocks und Pigface bis hin zu mehr als 20 Soloalben und vier Büchern – nähert sich Connelly der Rockikone nicht als distanzierter Bewunderer, sondern als ebenbürtiger Außenseiter. Zuletzt machte er mit der Fini-Tribe-Werkschau „The Sheer Action of Fini Tribe: 1982-1987“ sowie seinem Solowerk „The Lives and Loves of the Serial Homesick, Vol. 1“ auf sich aufmerksam.Das neue Album „Doo Wop In The Dark: A Portrait of Lou Reed“ erscheint am 16. Oktober digital sowie als limitiertes Doppel-CD-Set; ausgewählte Titel werden zudem auf Vinyl erhältlich sein. Bereits am 7. Oktober feiert Connelly die Veröffentlichung im Rahmen einer besonderen Liveshow zusammen mit den Dirty French Novels im Robert's Westside in Forest Park, Illinois.


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