Pistoleros Review

Jagd auf Millionen nach einem Bankraub in Kopenhagen



Angenommen du hättest bei einem Bankraub 5 Millionen Euro erbeutet und müsstest das Geld schnelunigst verstecken, weil die Cops dir auf der Fährte sind... Wohin mit der Knete? Unters Kopfkissen? Viel zu auffällig, da finden die es ja sofort. Verbuddeln? Und wie findest du die Kohle dann Jahre später wieder? Gangsterboss Frank hat da eine ganz besondere Idee und diese wird auch zum Hauptbestandteil in der dänischen Gangster-Farce "Pistoleros".

Stripperin + Tattoo = Schatzkarte
Frank hat den Weg zu dem "Schatz" wie auf einer Schatzkarte versehen und das ganze einer Stripperin auf den Körper stechen lassen. Nur die weiß nichts davon und auch Franks Komplizen tappen völlig im Dunkeln und haben keinen Schimmer, wo sie nach dem verschwundenen Geld suchen sollen. Als sowohl seine ehemaligen Mitstreiter, wie auch scheinbar halb Kopenhagen davon Wind bekommt beginnt einer mörderische Jagd auf die 5 Millionen Euro, bei der kein Auge trocken bleibt. Da gibt es Prügel, Schlägereien, derbe Sprüche, Schusswechsel, Verfolgungsjagden - einfach alles, was ein guter Action-Streifen braucht...

...aber irgendwie springt der letzte Funke dann doch nicht über. Der chilenischstämmige dänische Regisseur Shaky González inszenierte mit "Pistoleros" eine wilde Ballerorgie mit Anleihen aus bekannten Italowestern, gängigen Mafiafilmen und schrägen Actionklassikern. Am Ende jedoch bleibt ein Film mit viel "Peng Peng", vielen Stunts und Special Effects, aber eben ohne Innovation oder Emotion. Der Film lebt nur von dem "Beiwerk", es fehlt jedoch an Charakterstudien oder etwas anderem, was das ständige Imponiergehabe der Protagonisten zeitweise ablösen könnte. Zu glatt, zu aufgesetzt, geht es demnach auch zu.

Zu den Extras zählt ein Blick hinter die Kulissen, den es leider zu in dänischer Sprache ohne deutsche Untertitel gibt. Ein paar Trailer sind dann aber auch noch mit von der Partie.

FAZIT

"Pistoleros" ist Action. Ohne Schnörkel, ohne viel Gelaber, kaum echte oder innovative Handlung. Die Darsteller machen ihre Sache gut, aber die stereotypen Charaktere darzustellen ist auch nicht der schwierigste Job. Kurzum: Wer es gerne mit viel "Peng Peng" mag und Hollywood satt hat, kann einen Blick riskieren.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Jagd auf Millionen nach einem Bankraub in Kopenhagen

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