Der Tiger aus Taipeh Review

Noch einmal als charmanter Ex-Agent in einem Drogenkrimi aus den 70ern.



Robert Mitchum war ein US-amerikanischer Schauspieler, der besonders durch Klassiker wie "Schlacht um Midway", "Ein Köder für die Bestie" und "Schlachtgewitter am Monte Cassino" (Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller) zu Weltruhm kam. Der markante Schauspieler, der auch seine nicht immer positive Einstellung zu Hollywood auch in Interviews offen zum Ausdruck brachte starb 1997 an den Folgen von Lungenkrebs. Nun dürfen wir ihn nochmals erleben und besprechen hier und jetzt ...

Der Tiger aus Taipeh
Quinlan (Robert Mitchum) war mal Agent der Drogenfahndung und sicherlich auch kein schlechter. Aber das Sprichwort "Gelegenheit macht Diebe" gilt bei ihm im besonderen Maße, denn irgendwann konnte er der Versuchung nicht mehr widerstehen und zwackte einen Teil der Drogengelder für sich ab. Als dies nicht unentdeckt blieb hat man keine anderen Möglichkeit gesehen als ihn zu suspendieren. Die alten Kontakte sowohl zur Polizei als auch zur Unterwelt hat er aber nach wie vor und Geld braucht er auch dringend. So verwundert es nicht, dass Quinlan eines Tages einen Deal mit Chung Wei, einem der Bosse des Amsterdamer Drogenkartells eingeht. Dieser liefert ihm Informationen, die er an die Polizei weitergeben kann und im Gegenzug soll sich Wei aus dem gefährlichen Geschäft zurückziehen können.

Der einfach klingende Plan gerät aber zusehends aus dem Ruder, denn ganz offensichtlich gibt es einen Maulwurf in den Reihen der Polizei, der der Gegenseite immer wieder entscheidende Tips gibt. So gerät Quinlan ins Visier der Drogenbosse und auch die Unterstützung bei der Polizei bröckelt. Es kommt zu einem lebensgefährlchem Katz- und Mausspiel, bei dem man nie genau weiß, wer als nächstes einen Fehler begeht.

Für Mitchum war die Rolle des Quinlan fast schon ein Glücksfall. Wer sonst hätte den mürrischen, suspendierten Egomanen besser spielen können als Mitchum und so lebt der Film primär von dieser guten schauspielerischen Leistung. Aber auch Leslie Nielsen in der Rolle des Amsterdamer Inspektors kann überzeugen. Die Story ist ganz unterhaltsam, allerdings hat der Film durchaus die eine oder andere schwache Phase. Auf zu viele Extras sollte man auch nicht hoffen, denn außer dem Trailer erwarten einen nur noch geschnittene Sequenzen.

FAZIT

Der "Tiger aus Taipeh" ist eine gelungene Kriminalgeschichte mit guter Besetzung. Leider ist die Inszenierung hier und da etwas langatmig.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 70%
Noch einmal als charmanter Ex-Agent in einem Drogenkrimi aus den 70ern.

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