Bücher

kleiner Tod Review

Cartoon-Held als personifizierter Tod sorgt für humorvolle Betrachtungen.



Kenner unseres Magazins wissen bereits, dass wir große Fans der Publikationen von Thomas Kriebaum sind, den wir hoffentlich auch bald mal für ein Interview mit unserem Magazin gewinnen können. So haben wir euch in der Vergangenheit bereits "Leben: Ein Leitfaden" vorgestellt und auch die Sammlung österreichischer Zeichner namens "Perpetuum" beleuchtet. Heute widmen wir uns dem neuen Cartoon von Thomas Kriebaum mit dem schönen Titel...

kleiner Tod
"Er kommt dann, wenn man am allerwenigsten mit ihm rechnet." Mit diesen Worten im Einband beginnt der Comic "kleiner Tod" und worum es geht dürfte anhand dieser Worte schon klar sein: Es ist zu Ende. Der Tod steht in Form eines skelletierten, kleinwüchsigen Mannes in der Tür, lupft freundlich seinen Hut und offenbart demjenigen der die Tür öffnet, dass er der Tod ist. Der "Handlungsreisende in finaler Angelegenheit" nimmt seinen Job dabei sehr ernst, auch wenn man ihn mitunter manchmal gar nicht so recht ernst nehmen möchte. Zumindest die Betroffenen lachen ihn gerne mal aus - ein großer Fehler, denn der kleine Tod bekommt immer was er will.

Die Cartoons sind trotz dieser etwas schweren Thematik stets lustig, regen gerne auch mal zum Nachdenken an ohne einem den Tag zu versauen. Ganz im Gegenteil: Mit seiner sarkastischen Art gelingt es Kriebaum den wohl schwersten Moment des Lebens einzufangen und ihm dennoch eine wahnwitzige Nuance zu verleihen. Es gelingt im nicht nur gänzlich ohne Worte (alle Sprechblasen des Cartoons kommen ohne Worte aus, zumeist wird sogar wortlos kommuniziert), sondern auch mit einer stoischen Ruhe und Gelassenheit seines Protagonisten. Die Zeichnungen sind in schwarz-weiss-blau gehalten und bedienen einen ausgeprägten Minimalismus. Mitunter kann es sein, dass sich über mehrere Comic-Fenster hinweg kaum etwas an der Szenerie ändert - wenn überhaupt ändert sich der kleine Tod mit kleinesten Bewegungen oder Gedankenblasen. Genial!

Leider ist das Lesevergnügen dann auch schnell vorbei - die 96 Seiten sind im Nu aufgesogen. Und dennoch kann man sich mit dem guten Gefühl betten, dass man nie wieder die Tür öffnen wird.

Über den Autor: Thomas Kriebaum
Lebt und arbeitet in Wien. Fertigt dort komische Zeichnungen unter anderem für den Augustin oder AutoTouring. Wurde vom Bundesministerium mit dem outstanding artist award 2010 im Bereich "Karikatur und Comic" ausgezeichnet.

FAZIT

Comichafter Minimalismus mit finalen Tendenzen. "kleiner Tod" ist so genial wie kurzweilig.

Redaktion (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 95%
Cartoon-Held als personifizierter Tod sorgt für humorvolle Betrachtungen.

Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!



Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt dieses Projekt. Dieser Beitrag wurde mithilfe generativer KI erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zur Transparenz.

Dies wird dich interessieren...
Es geht um Leben und Tod: Interview mit Thomas Kriebaum

Wiener Cartoonist über seine Karriere und Inspiration für komische Zeichnungen.



Kurt Cobain: Forever in Bloom

Eine einfühlsame Biografie über den Menschen hinter der Nirvana-Legende



Werbefläche buchen
Genre
Studio Luftschacht
Publisher Luftschacht
Werbefläche buchen
Redakteur werden bei Spielemagazin.de
Wir suchen Verstärkung für unsere Redaktion.

DU LIEBST SPIELE, FILME, MUSIK ODER BÜCHER? MACH MIT!

Veröffentliche Tests und News, führe Interviews oder werde Teil unseres Podcast-Teams.

Redakteur werden

Werbefläche buchen