Wer keine Angst vorm Nass-werden hat, für den ist "Hydrophobia Prophecy" einen Blick wert. In dem Spiel aus dem Hause Dark Energy geht es nämlich um Wasser - um sehr viel Wasser! Als Kate Wilson, Technikerin an Bord der Queen of the World, einen abendlichen Spaziergang macht, explodiert auf einmal der Fahrstuhl, in dem sie fährt. Kurz darauf findet Kate sich im Inneren des Schiffes wieder, um sie herum wütet das Chaos. Von ihrem Kollegen Scoot, der in einem Wartungsraum sitzt und das Treiben mitverfolgt, erfährt sie, dass die Queen of the World von Terroristen überfallen wurde. Nun muss Kate schleunigst einen Ausweg aus dem sinkenden Schiff finden, indem sie Türen hackt, kleinere Kletterpassagen einlegt und Terroristen beseitigt. Unterstützt wird sie dabei zum einen durch Scoot, der öfters einen flapsigen Spruch ablässt, zum anderen durch Kates treues Navi, dem Tool zum Hacken, Orientieren und um geheime Botschaften zu entdecken.
Es dauert nicht lange und Kate steht nicht nur bis zu den Hüften im kalten Nass. Das Wasser ist mit Sicherheit das absolute Highlight des Spiels, da es nicht nur toll aussieht, sondern sich auch realistisch verhält. Besonders schön anzuschauen sind die Spielsequenzen, in denen man einen Flur flutet und dann mannshohe Wellen auf einen zurollen sieht. Dank der revolutionären HydroEngine ist man im Wasser wahrlich in seinem Element und selten zuvor wollte man so nassgemacht werden. Ein bisschen eingetrübt wird das Ganze dadurch, dass nach rund 5-6 Stunden der Spaß ein Ende hat - "Fortsetzung folgt" - Game Over. Schade. Bisschen kurz, oder?
Dennoch: Die Action ist stimmig und die Interaktion mit dem Wasser macht Laune. Gerade jetzt, wo das Freibad geschlossen ist lockt "Hydrophobia Prophecy" mit faszinierenden Wasserspielen. Leider hapert es dafür an anderen Stellen, das wollen wir nicht verschweigen. Die Steuerung ist überaus hakelig, was dem Spielspaß mitunter übel zusetzt. Auch beim Gameplay als solchen, gerade in puncto Abwechslung und Langzeitmotivation (ein kleiner Scherz am Rande bei der erwähnten Spielzeit), gäbe es Luft nach oben.





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