Der Actionfilm "Alien" mit Sigourney Weaver in der Rolle der toughen "Ellen Ripley" dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein. Der Science Fiction-Klassiker, der 1979 in die Kinos kam war seinerzeit eine absolute Sensation. Insbesondere visuell galt der Film lange Jahre als einer der beeindruckendsten Wegweise für Special Effects-Künstler auf der ganzen Welt. Die von H.R. Giger geschaffenen Jäger wurden unglaublich realistisch in Szene gesetzt und machten das Raumschiff Nostromo, einen Erzfrachter, der eigentlich schon auf dem Weg ins sichere Zuhause war, zu dem wohl ungemütlichsten Ort der Filmgeschichte. Mit "Aliens, Bd. 2" bekommt die Sage nun neues Futter und wir haben auch mal davon genascht...
Aliens, Bd. 2
Erst kürzlich haben wir uns den ersten Teil der Comic-Saga genauer angesehen und durften anerkennend festhalten, dass sich die neuen Storys rund um außerirdische Bestien und waghalisge Helden überaus lesenswert zu einem Pflichtkauf mauserten. Im zweiten Band sind nunmehr drei weitere, neue Kurzgeschichten vereint. Eduardo Risso (JONNY DOUBLE, 100 BULLETS) und Richard Corben (DEN, HELLBOY) zeichnen, Doug Mahnke (LOBO) und John Arcudi (B.U.A.P.) schreiben. Dabei streift man mit den Storys durch verschiedene Zeitepochen und auch Locations der Alien-Saga.
Zuerst erzählt Eduardo Risso von sechs Teenagern auf einem Hinterwäldler-Planeten, die einfach nur Spaß haben wollten in einer Höhle, in der sich schon die Aliens eingenistet haben. Danach folgt die Adaption des vierten Films, Aliens Wiedergeburt. Ebenfalls gezeichnet von Eduardo Risso, gibt es einen gewaltigen Sprung in die Zukunft und zeigt die geklonte Ripley im Kampf um die Sicherheitder gesamten Erde. Zum Schluss heisst es: religiöse Fanatiker gegen Aliens oder doch für sie? Satire-Spezialist John Arcudi und Horror-Altmeister Richard Corben spinnen ein Garn, in dem die Bedrohung durch einen aus dem Ruder gelaufenen Glauben beinahe größer ist als die Aliens-Gefahr.
Auch der zweite Band ist erneut stilecht komplett in schwarz-weiss gehalten und macht das düstere Szenario so noch realer, beklemmender. Die packenden Geschichten bilden einen gelungenen Rahmen für die aufregenden Zeichnungen von Risso und Corben. Trotz aller Statik der Bilder entsteht immer wieder der Eindruck pfeilschneller Bewegungen, ein munterer Tanz von Licht und Schatten der den Leser mitzureissen vermag und für unterhaltsame Lesestunden sorgt.



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