Trees Lounge - Die Bar in der sich alles dreht Review

Autobiografisches Regiedebüt über einen Loser und seine Bar



Independent-Ikone Steve Buscemi ("Fargo", "Armageddon") spielt in "Trees Lounge - Die Bar in der sich alles dreht" einen ziemlich abgehalfterten Automechaniker, der ebenso als kompletter Loser durchgehen könnte. In seinem vielbeachteten Regiedebüt in der 1,5 Millionen Dollar Produktion ist nicht nur sein Auto permanent kaputt, sondern er verliert auch noch seine Freundin an seinen ehemalig besten Freund. Dass der Film über weite Strecke autobiografisch angelegt ist, macht ihn nur noch sehenswerter.

Trees Lounge - Die Bar in der sich alles dreht
Die Bar Trees Lounge ist in dem kleinen Vorstädtchens New York sozusagen der "Nabel der Welt" - zumindest für Tommy, der in seinem Leben ganz offensichtlich mehr Probleme hat, als ein einzelner Mensch bewältigen kann. Zwar ist er sichtlich bemüht sein Leben auch mit wirren Ideen irgendwie auf die Reihe zu bringen, aber als Loser hat man es nicht leicht. Den Frust darüber spült Tommy am liebsten mit Alkohol runter. Lange Zeit geht einfach alles schief - plötzlich scheint sich das Blatt zu wenden. Ein Job als Eisverkäufer, eine neue Liebe - aber man kann seinem alten Leben manchmal nicht entrinnen und so holt Tommy die Vergangenheit immer wieder ein.

Das Drama "Trees Lounge - Die Bar in der sich alles dreht" widmet sich mit Takt und Finesse der Randschicht vermeintlicher Verlierer unserer Gesellschaft. Die Bar als Symbol für ein unverrückbares Zentrum einer untergehenden Welt, in der man sein Leben vergeuden kann bis man es plötzlich erkennt - auch wenn es vielleicht schon zu spät scheint. Das Regiedebüt von Steve Buscemi ist mutig, aber durchaus charmant und unterhaltsam. Schauspielerisch glänzt der Film nicht nur mit Buscemi selbst in der Hauptrolle, sondern auch mit Gastauftritten von Samuel L. Jackson und Mimi Rogers.

FAZIT

Die Verlierer-Tragödie "Trees Lounge - Die Bar in der sich alles dreht" ist ein Gewinn für alle Fans des Genres und Buscemi-Anhänger. Technisch interessant gemacht und schön in Szene gesetzt kann der Film überzeugen und bleibt durchaus in Erinnerung.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 80%
Autobiografisches Regiedebüt über einen Loser und seine Bar

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