Castle Away

Eine fliegende Festung sucht im Roguelite nach der perfekten Synergie



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Castle Away ist ein strategisches Roguelite für PC, das Dich nicht mit einem Helden durch Dungeons schickt, sondern mit einer fliegenden Burg durch ein von Dämonen beherrschtes Reich. In der aktuell spielbaren Demo beziehungsweise Beta zeigt das Projekt bereits eine sehr klare Idee: Du errichtest Gebäude auf dem Raster Deiner Festung, sammelst Materialien und Beute, stellst Synergien zusammen und lässt Deine Konstruktion anschließend automatisch gegen Monster antreten. Das wirkt auf den ersten Blick angenehm zugänglich, kann mit seinen Platzierungsregeln aber schnell erstaunlich taktisch werden.

Eine fliegende Festung als zentrale Spielfigur

Die Ausgangslage ist bewusst märchenhaft-düster. Nach dem Fund einer Krone hebt sich der Boden unter Deinen Füßen und wird zu einer riesigen, schwebenden Burg. Mit dieser Festung ziehst Du durch verschiedene Regionen, bekämpfst Dämonen und arbeitest Dich Schritt für Schritt auf den Archdemon zu. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das direkte Manövrieren von Einheiten, sondern die Frage, wie Du Deine begrenzte Baufläche am sinnvollsten nutzt.

Zu Beginn ist das Burggitter noch klein, erweitert sich im Verlauf eines Runs aber. Jede Entscheidung ist damit relevant: Ein Gebäude nimmt Platz ein, kann benachbarte Bauten verbessern und soll im Idealfall Teil einer größeren Kombination werden. Castle Away versteht seine Burg als lebendiges Puzzle, dessen Erfolg von einem durchdachten Zusammenspiel abhängt.
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Bauen, platzieren und starke Synergien entdecken

Gebäude sind nicht einfach nur Verteidigungswerte auf einem Raster. Mauern erzeugen etwa Schutz, Banner können bestimmte Reihen verstärken und Angriffstürme profitieren von passenden Nachbarn. Ein Kanonenturm kann beispielsweise mehr Angriffskraft erhalten, wenn Du ausreichend Verteidigung in seiner Umgebung aufgebaut hast. Dadurch wird aus dem simplen Platzieren rasch ein System aus Reichweiten, Ausrichtungen, Boni und Kompromissen.

Gerade diese Synergien sind der bislang spannendste Teil der Preview. Du entscheidest nicht nur, ob Du defensiv oder offensiv spielst, sondern auch, wie eng Deine Bauwerke miteinander verzahnt sein sollen. Eine Festung voller Geschütze kann großen Schaden verursachen, ist aber womöglich zu fragil. Ein besonders widerstandsfähiger Aufbau hält länger durch, könnte seine Gegner jedoch nicht rechtzeitig ausschalten. Das lädt zum Experimentieren ein und gibt erfolgreichen Builds ein angenehm befriedigendes Gefühl.
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Automatische Kämpfe mit wichtigen Entscheidungen davor

Die Gefechte selbst laufen automatisch ab. Sobald Du Deine Burg in eine Begegnung schickst, beobachtest Du, ob Deine Vorbereitung trägt. Das nimmt Castle Away zwar die direkte Hektik eines klassischen Echtzeitstrategiespiels, macht die Planung im Vorfeld aber umso wichtiger. Wenn eine vermeintlich starke Konstruktion an einem Boss zerbricht, liegt der Fehler meist nicht in zu langsamen Reflexen, sondern in der Zusammensetzung des Builds.

Auf der Weltkarte wählst Du Wege, sammelst Ressourcen, besuchst Orte wie Händler, Dörfer, Türme oder Schamanen und entscheidest, welche Risiken Du eingehen möchtest. Jeder Umweg kann wertvolle Beute bringen, zugleich rückt der nächste Dämonenboss näher. Die Mischung aus Routenwahl, Ressourcenmanagement und automatischen Kämpfen verleiht den Runs einen angenehmen Rhythmus.
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Roguelite-Struktur mit wachsender Auswahl

Castle Away ist klar auf Wiederholbarkeit ausgelegt. Zufällige Begegnungen, wechselnde Belohnungen und unterschiedlich verfügbare Bauoptionen sorgen dafür, dass zwei Durchläufe nicht exakt gleich aussehen sollen. Niederlagen gehören dabei zum Konzept, denn mit der Zeit werden neue Burgtypen, Materialien, Banner und weitere Möglichkeiten freigeschaltet. Höhere Schwierigkeitsstufen sollen außerdem stärkere Herausforderungen und seltenere Inhalte eröffnen.

Die derzeitige Demo umfasst zwei Regionen, zwei Burgfraktionen und zwei Schwierigkeitsgrade. In der geplanten Vollversion sollen weitere Gebiete, ein zusätzlicher Obsidian-Keep sowie neue Mechaniken wie allgemeine Segen und Gargoyles folgen. Das gibt der Vorschau eine klar erkennbare Richtung, zeigt aber auch, dass der Umfang noch nicht endgültig beurteilt werden kann.

Handgezeichnete Optik und niedrige Hardwarehürden

Optisch setzt Castle Away auf einen klaren, handgezeichneten Stil, der die vielen Gebäude und Symbole gut voneinander unterscheidbar macht. Die Burgen verändern ihr Erscheinungsbild sichtbar, wenn Du sie ausbaust, was den Fortschritt eines Runs schön nachvollziehbar macht. Die Kulissen bleiben bisher funktional und stützen die Spielmechanik, statt sich mit unnötigen Effekten in den Vordergrund zu drängen.

Die technische Einstiegshürde fällt angenehm niedrig aus. Für die PC-Version werden mindestens Windows 10, 4 GB Arbeitsspeicher und Vulkan-1.0-fähige integrierte Grafik genannt; empfohlen werden 8 GB RAM und Vulkan 1.2. Neben Windows sind auch Versionen für macOS sowie SteamOS und Linux vorgesehen. Deutsche Menütexte sind bereits angekündigt, eine Sprachausgabe ist nicht vorgesehen.
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Eine vielversprechende Festung im Aufbau

Entwickelt wird Castle Away von René Slump, Sim Kaart und Matthijs Koster, die bereits an Projekten wie Gladiator Manager und Rift Riff beteiligt waren. Als Publisher treten Renegade Games und WhisperGames auf. Der vollständige PC-Release ist für 2026 geplant, während die aktuelle Demo bereits einen guten Eindruck davon vermittelt, wie stark das Spiel auf kluge Platzierung und immer neue Bauideen setzt.

FAZIT

Castle Away macht in seiner aktuellen Demo beziehungsweise Beta einen vielversprechenden Eindruck. Die Kombination aus Burgbau, automatischen Kämpfen, Routenwahl und Roguelite-Fortschritt besitzt eine klare eigene Identität, während die Synergien zwischen Gebäuden schnell zum Tüfteln verleiten. Ob die Vollversion ihre Ideen mit genügend Regionen, Gegnern und langfristig interessanten Freischaltungen ausbaut, muss sich noch zeigen. Wer Aufbau-Strategie mag und Freude daran hat, aus begrenztem Platz eine möglichst tödliche Festung zu formen, sollte Castle Away aber unbedingt im Blick behalten.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Plattformen Linux, Mac, PC
Release 31.12.2026
Studio René Slump, Sim Kaart, Matthijs Koster
Publisher Renegade Games, WhisperGames
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