Auferstanden aus Ruinen
Nachdem bekanntlicherweise Nathan Hale im zweiten Teil von Joseph Capelli am Ende des Spiels erschossen wurde, sind nun vier Jahre vergangen und wir haben nun 1957 erreicht. Der einstige Soldat Joseph ist inzwischen einer Widerstandsgruppe mit seiner Frau und Kind beigetreten und versucht mit den anderen Überlebenden das Beste aus der Sache zu machen und kämpfen weiterhin gehen die Chimera. Eines Tages entdecken sie allerdings am Himmel so etwas wie "Terraformer", mit welchen die Chimera die Erde zum Erfrieren bringen wollen, um die Menschen wortwörtlich auszuradieren. Dies kann Joseph nicht zulassen und er begibt sich auf den Weg nach New York zum Wurmloch, welches durch einen Turm aufrecht gehalten wird, um es zu zerstören. Es gibt zwar keine genaue Erklärung was es mit diesem Wurmloch auf sich hat, aber man kann davon ausgehen, dass es sich dabei um eine Verbindung zur Heimatwelt der Chimera handelt. Und dass von dort auch die Terraformer stammen. Im weiterem Verlauf des Spieles stößt man auf jede Menge neuer Feinde, die man zuvor nicht kannte, wie z.B. die "Springer", die von Punkt zu Punkt hüpfen und man recht schnell reagieren muss, um sie zu erwischen. Auch neu ist, dass wir diesmal nicht nur gegen die Aliens kämpfen müssen, sondern zwischendurch auch in einem alten Gefängnis landen, welches von Schwerverbrechern in Beschlag genommen wurde. Hier müssen wir zum ersten mal in der Geschichte von Resistance auf Menschen schießen, zwar könnte hier nun wieder das Argument "Killerspiele" fallen, aber soll man Verbrecher mit Wattebällchen bewerfen, damit sie einem nicht im Wege sind? Also drücken wir hier mal ein Auge zu und sagen uns: "Na, das ist doch mal was anderes als immer nur die Alien-Fratzen vor der Linse zu haben". Hat man erst einmal sein Ziel erreicht, gibt es sogar eine Änderung des Zieles, welche wir aber nicht verraten möchten.
Bullseye, Bohrer oder doch ein Hammer?
Das Waffenarsenal bei Resistance 3 ist wirklich beeindruckend, im Gegensatz zu anderen Ego-Shootern die man bisher so kennt. Neben dem Bullseye, der Schrotflinte und dem Bohrer gibt es auch neue Waffen wie z.B. einen großen und mächtigen Hammer, sowie die Cryogun welche die Gegner einfrieren lässt und den Atomizer mit welchem man die Gegner mit Strom quasi grillt. Auch das Sekundärfeuer ist wieder vorhanden, sowie einiges an Wurfmaterial wie Molotowcocktails und EMP Granaten. Das Gute bei den vielen Waffen ist zudem, das sie sich über einfachen Tastendruck auswählen lassen und man somit schnell eine andere Wumme auswählen kann.
Düster, wie im Film
Atmosphärisch hat Resistance 3 einiges zu bieten. Einmal düstere und unheimliche Wälder, desweiteren tobt einem ein Sturm um die Ohren während man sich in der Nähe des Terraformers befindet. Auch erzählerisch ist dieser Teil gut gelungen. Zwar ist Joseph während des Spiels eher stumm, dafür redet er genug in den Videosequenzen. So hat man hierbei jedenfalls nicht das Gefühl mit einer stummen Person zu spielen.
In der Kürze liegt die Würze?
Scheinbar handelt es sich hier um einen Trend bei Ego-Shootern, der wohl kaum noch zu stoppen ist. Während man mit dem ersten Teil der Resistance Reihe noch locker 10 - 12 Stunden verbringen konnte (je nachdem wie gut man mit Ego-Shootern zurrecht kommt), können geübte Spieler das Spiel auf "Normal" locker in sechs Stunden durchspielen. Hier bietet es sich an, den Schwierigkeitsgrad auf "Schwer" zu stellen, damit man nicht zu schnell wieder durch das Spiel ist. Hat man die Kampagne durch, kann man noch anhand gesammelter Punkte während des Spiels jede Menge an Bonis und Cheats frei schalten. Hier haben wir dann doch einen Wiederpielwert entdeckt. Wer gerne Multiplayer zockt, kann dies via Ko-op Online wie Offline machen, oder man geht einfach in den normalen Multiplayer der bekannte Elemente wie Team Deathmatch und Co. bietet. Wer also alle Optionen des Spiels nutzt, kann im Endeffekt doch einige Stunden mehr mit Resistance 3 verbringen.
Eigene Gedanken
Während des Spielens hat man sich schon mal Gedanken über die Story der 3 Teile gemacht. Zu Beginn war die Armee noch im Kampf gegen die Alien Brut unterwegs und am Ende gibt es nur noch eine Handvoll Menschen. Könnte es sich im Falle einer feindlichen Alien-Invasion wirklich so abspielen, abgesehen davon das so etwas in der Realität wohl nie passieren wird? Wir sagen ja, die Menschen auf der Welt haben es bis heute nicht gelernt aufeinander zu hören, geschweige denn zusammen zu arbeiten. Das sieht man in der Politik jeden Tag, wie auch bei den immer wieder herrschenden kleinen oder großen Kriegen. Wenn solch eine Bedrohung auf uns eines Tages zukommen sollte, dann überleben wohl wirklich nur die Stärksten von uns. Sollte die Welt sich im Fall der Fälle zusammen reißen und zusammen arbeiten, könnte es vielleicht wenigstens eine Chance geben so viele wie möglich zu retten, oder sogar eine Möglichkeit finden, die Feinde zu besiegen.
Weitere Informationen
- Sprachausgabe und Texte in Deutsch
- Freischaltbares wie Videos, Cheats usw.
- Co-op Online sowie Offline
- Multiplayer, Team Deathmatch & Co.
- Spielzeit ca. 6 - 8 Stunden (Je nach Schwierigkeitsgrad)
- USK 18



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