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Night Swarm Review

Vampir gegen Werwolfhorden


10.11.2025  Redaktion  PC  0 Likes  0 Kommentare 
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Night Swarm ist ein vampirisches Survivors-like für den PC, das automatische Hordenkämpfe mit verzweigten Routen, permanenten Verbesserungen und dem Wiederaufbau einer Burg verbindet. Als junger Vampirlord bewegst Du Dich durch kompakte Arenen, weichst Angriffen aus und stellst aus zufällig angebotenen Fähigkeiten einen Build zusammen. Zwischen den Durchgängen investierst Du gesammelte Ressourcen, rekrutierst Begleiter und schaltest weitere Bereiche Deiner Festung frei.

Ein junger Vampir erhebt Anspruch auf die Nacht
Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Vampir Roderic. Sein Meister ist verschwunden, die einstige Burg liegt in Trümmern und verfluchte Werbestien breiten sich in der Umgebung aus. Roderic soll die verlorene Macht seines Hauses wiederherstellen, Verbündete finden und die Kreatur aufspüren, die hinter der Verderbnis steckt.

Die Geschichte wird in Dialogen, kurzen Zwischensequenzen und Begegnungen innerhalb der Burg erzählt. Neu angeworbene Figuren übernehmen dort bestimmte Aufgaben und stellen weitere Funktionen bereit. Die Handlung begleitet damit den spielerischen Fortschritt, ohne die einzelnen Hordenkämpfe längere Zeit zu unterbrechen.

Night Swarm verwendet englische Sprachausgabe und bietet deutsche Bildschirmtexte. Teile der Stimmen wurden laut Entwicklerangaben mit generativen Werkzeugen erstellt. Solche Verfahren kamen ebenfalls unterstützend bei einzelnen grafischen Elementen zum Einsatz.

Automatische Angriffe treffen auf aktives Ausweichen
Die Spielfigur greift in festen Abständen automatisch an. Deine Aufgabe besteht darin, Roderic durch die aus der Vogelperspektive gezeigte Arena zu bewegen, Gegnergruppen zu bündeln und gefährlichen Flächenattacken auszuweichen. Ein manuell ausgelöster Dash überbrückt kurze Distanzen und kann Dich aus dicht geschlossenen Formationen befreien.

Besiegte Gegner hinterlassen Erfahrungskristalle. Sobald Du genügend davon eingesammelt hast, steigt Roderic eine Stufe auf und Du wählst eine von mehreren zufällig angebotenen Verbesserungen. Dabei kommen neue Waffen, stärkere Varianten vorhandener Angriffe und passive Boni infrage. Zusätzliche Modifikatoren beeinflussen unter anderem Bewegungsgeschwindigkeit, Angriffstempo, Schaden oder Reichweite.

Die Waffen decken verschiedene Angriffsformen ab. Geschosse fliegen in Blickrichtung, kreisende Klingen schützen den unmittelbaren Bereich und Flächenzauber treffen Gruppen an festgelegten Positionen. Andere Fähigkeiten erzeugen Blutpfützen, Feuer oder wiederkehrende Projektile. Da Angriffe selbstständig ausgelöst werden, bestimmen Positionierung und Zusammenstellung der Fähigkeiten, wie zuverlässig eine Kombination gegen unterschiedliche Gegnertypen funktioniert.

Waffenfusionen schaffen Platz für neue Angriffe
Roderic kann zunächst bis zu vier offensive Fähigkeiten gleichzeitig tragen. Erreichen zusammengehörende Waffen ihre maximale Stufe, lassen sie sich zu einer stärkeren Variante verschmelzen. Die Fusion kombiniert deren Eigenschaften und gibt zugleich einen Waffenplatz frei.

Ob eine bestimmte Kombination zustande kommt, hängt von den während eines Durchgangs angebotenen Fähigkeiten ab. Da Fusionen mehrere Verbesserungsstufen voraussetzen, werden sie häufig erst in späteren Abschnitten verfügbar. Bis dahin musst Du abwägen, ob Du vorhandene Waffen ausbaust oder eine zusätzliche Angriffsform in den Build aufnimmst.

Passive Fähigkeiten und Relikte ergänzen die offensiven Werkzeuge. Sie erhöhen Werte, verändern Regeln oder lösen unter bestimmten Bedingungen zusätzliche Effekte aus. Die Auswahl entscheidet darüber, ob ein Durchgang beispielsweise auf kritische Treffer, große Wirkungsbereiche, Begleiter oder besonders häufig ausgelöste Attacken ausgerichtet wird.

Verzweigte Wege führen zum nächsten Boss
Ein Durchgang besteht nicht aus einer einzelnen langen Überlebensrunde. Stattdessen wählst Du auf einer verzweigten Karte nacheinander mehrere kurze Begegnungen aus. Die möglichen Wege zeigen vorab unterschiedliche Belohnungen, Ereignisse oder Herausforderungen. Am Ende einer Region wartet ein Bosskampf.

Die gewöhnlichen Abschnitte setzen auf zeitlich begrenzte Angriffswellen. Neben dem Überleben sammelst Du Erfahrung, Gold und weitere Ressourcen. Manche Routen führen zu Totems, Händlern oder besonderen Begegnungen, während andere zusätzliche Kämpfe und damit mehr Möglichkeiten zum Verbessern des Builds enthalten.

Spätere Regionen versehen die Arenen mit eigenen Modifikatoren. Diese verändern beispielsweise gegnerische Eigenschaften oder die Bedingungen, unter denen Du den Abschnitt abschließt. Der grundlegende Ablauf aus Bewegung, automatischen Angriffen und Stufenaufstiegen bleibt dabei erhalten.

Die Bosse nehmen große Bereiche des Bildschirms ein und kombinieren direkte Angriffe mit Flächeneffekten sowie herbeigerufenen Gegnern. Hier gewinnt der Dash an Bedeutung, weil einzelne Attacken nicht allein durch normales Laufen vermieden werden können. Nach einem Sieg wird die nächste Etappe beziehungsweise ein höherer Schwierigkeitsgrad zugänglich.

Begleiter erweitern den eigenen Schwarm
Im Verlauf der Kampagne kannst Du verschiedene Verbündete rekrutieren. Diese begleiten Roderic in den Arenen, greifen selbstständig an oder unterstützen ihn mit passiven Effekten. Neue Begleiter werden über Aufgaben und Begegnungen freigeschaltet und kehren anschließend mit ihm in die Burg zurück.

Die Zusammensetzung des Schwarms bildet eine weitere Ebene des Builds. Manche Figuren konzentrieren sich auf direkten Schaden, andere kontrollieren Gegnergruppen oder ergänzen bestimmte Waffenarten. Ihr Verhalten wird weitgehend von der KI gesteuert. Du bestimmst daher eher die Auswahl und Entwicklung der Gefolgsleute als ihre genaue Position innerhalb eines Kampfes.

Auf dem Bildschirm wächst dadurch schnell eine größere Gruppe aus Spielfigur, Verbündeten, Gegnern und Projektilen heran. Unterschiedliche Farben und Umrisse kennzeichnen viele Effekte, bei besonders dichten Wellen können sich die Anzeigen dennoch überschneiden.

Die Burg wird zum Zentrum des Fortschritts
Nach einem erfolgreichen oder gescheiterten Durchgang kehrst Du in die verfallene Vampirburg zurück. Mit fortschreitender Kampagne werden neue Räume und Bewohner verfügbar. Dort findest Du unter anderem Geschäfte für Talente und Gegenstände sowie weitere Stationen für dauerhafte Verbesserungen.

Ein Skilltree erhöht grundlegende Werte und erweitert die Auswahl möglicher Fähigkeiten. Ausrüstung belegt verschiedene Plätze und verleiht zusätzliche Boni. Relikte verändern einzelne Mechaniken, während freigeschaltete Begleiter das Angebot für kommende Durchgänge vergrößern.

Night Swarm verwendet mehrere Ressourcenarten für diese Systeme. Gold, besondere Materialien und andere Währungen werden jeweils an bestimmten Stationen eingesetzt. An Totems kannst Du einen Teil Deiner Einnahmen opfern und dafür Fähigkeiten, Schriftrollen oder andere Belohnungen erhalten. Das Ergebnis solcher Tauschgeschäfte wird teilweise zufällig bestimmt.

Einige Ausrüstungs- und Reliktplätze sind nicht allein an den normalen Kampagnenfortschritt gebunden. Du musst Regionen auf höheren Schwierigkeitsstufen abschließen, um alle Plätze und Verbesserungen zu öffnen. Dadurch verbindet das Spiel den dauerhaften Ausbau mit wiederholten Durchgängen durch bereits bekannte Gebiete.

Direkte Steuerung für schnelle Positionswechsel
Gesteuert wird wahlweise mit Maus und Tastatur oder einem Controller. Da sämtliche Waffen automatisch feuern, beschränken sich die aktiven Eingaben hauptsächlich auf Bewegung, Dash und Menüauswahl. Die Ausrichtung bestimmter Attacken folgt der Bewegungs- beziehungsweise Blickrichtung der Figur.

Bei der Wahl eines Stufenaufstiegs pausiert die Action. Du kannst Werte und Effekte der angebotenen Fähigkeiten vergleichen, bevor der Kampf fortgesetzt wird. Auch die Routenkarte und Händler unterbrechen das Geschehen, sodass Entscheidungen nicht unter Zeitdruck getroffen werden müssen.

Die PC-Version bleibt selbst bei größeren Gegnergruppen weitgehend stabil. Die Hardwareanforderungen fallen mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher, einer GeForce GTX 960 oder vergleichbarer Grafikkarte und ungefähr drei Gigabyte Speicherplatz überschaubar aus.

Tabletop-Figuren ziehen in die gotische Schlacht
Grafisch verwendet Night Swarm dreidimensionale Figuren mit markanten Konturen und Cel-Shading. Charaktere und Gegner stehen auf sichtbaren Sockeln, als würden Miniaturen über ein animiertes Tabletop-Spielfeld bewegt. Statt klassischer Laufanimationen kippen beziehungsweise hüpfen sie mit ihrem Standfuß über den Untergrund.

Dieser Stil setzt sich in der Burg und den Kampfgebieten fort. Gotische Architektur, Blutmagie und verzerrte Kreaturen bestimmen die Schauplätze. Angriffe erzeugen farbige Projektile, Runen und Flächeneffekte, die sich von den dunkleren Hintergründen abheben.

Die Regionen besitzen eigene Farbstimmungen und Dekorationen, greifen im Verlauf aber mehrfach auf ähnliche Arenen und Gegnergruppen zurück. Bosse unterscheiden sich durch größere Modelle und eigene Angriffseffekte von den gewöhnlichen Einheiten.

Orchesterklänge und Stimmen aus der Gruft
Der Soundtrack kombiniert Streicher, orchestrale Passagen und dunkle Fantasy-Klänge. Während der Kämpfe laufen einzelne Stücke über längere Abschnitte und werden bei größeren Gegnerwellen intensiviert. Treffer, Stufenaufstiege und aktivierte Fähigkeiten besitzen eigene akustische Rückmeldungen.

Die vertonten Dialoge begleiten die Handlung und die Bewohner der Burg. Da die Stimmen teilweise aus unterschiedlichen Produktionsverfahren stammen, unterscheiden sie sich in Betonung und Ausdruck. Deutsche Sprachausgabe ist nicht vorhanden, sämtliche Gespräche können aber mit deutschen Untertiteln verfolgt werden.

Schwierigkeitsstufen verlängern die Vampirjagd
Night Swarm umfasst mehrere Regionen mit jeweils drei Schwierigkeitsstufen. Neue Herausforderungen, Ausrüstungsslots und Verbesserungen werden schrittweise freigeschaltet. Hinzu kommen 44 Steam-Erfolge, verschiedene Relikte, Begleiter und Waffenfusionen.

Durch die zufällige Auswahl der Fähigkeiten entsteht in jedem Durchgang eine andere Zusammenstellung. Kartenaufbau, Missionsarten und Gegnergruppen wiederholen sich jedoch vergleichsweise häufig. Einzelne Runs können abhängig von Route und Spielweise deutlich länger als eine halbe Stunde dauern.

Unser Fazit

Vampir gegen Werwolfhorden

Night Swarm ergänzt das bekannte Survivors-like-Prinzip mit verzweigten Routen, Waffenfusionen, Begleitern und einem ausbaufähigen Schloss. Besonders der Tabletop-Stil verleiht dem Spiel eine erkennbare Identität, während Dash, Bossattacken und zufällige Builds genügend aktive Entscheidungen ermöglichen. Gleichzeitig werden Durchgänge durch ähnliche Arenen, wiederkehrende Begegnungen und lange Abschnittszeiten unnötig gestreckt. Die Vielzahl an Währungen erschwert die Übersicht, und wichtige Ausrüstungsplätze werden erst spät über höhere Schwierigkeitsstufen geöffnet. Auch die unterschiedlich überzeugenden Stimmen und begrenzte musikalische Abwechslung schwächen die Präsentation. Für Fans des Genres bietet Night Swarm einige interessante Systeme, erreicht beim Umfang und Ablauf aber noch nicht die gleiche Konsequenz wie seine stärksten Vorbilder.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Spielemagazin-Wertung: 76%
Einzelwertungen
Gameplay
75
Grafik
84
Sound
64
Steuerung
79

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