Icarus: Console Edition Review

Anspruchsvolle Survival-Action mit gewaltiger Spieltiefe und gnadenloser Natur



Icarus: Console Edition Review Bild Icarus: Console Edition Review Screenshot Icarus: Console Edition Review Foto

Es gibt Survival-Spiele, die den Spieler behutsam an die Hand nehmen – und dann gibt es Icarus: Console Edition. Das Survival-Abenteuer von RocketWerkz wirft euch nahezu unvorbereitet auf einen lebensfeindlichen Planeten, auf dem jeder Fehler Konsequenzen hat. Hunger, Sauerstoffmangel, Wetterkatastrophen und gefährliche Raubtiere machen jeden Ausflug zu einer echten Bewährungsprobe. Doch genau darin liegt auch der Reiz. Hinter dem zunächst sperrigen Einstieg verbirgt sich ein erstaunlich tiefes Survival-Erlebnis mit motivierender Langzeitprogression und enormem Umfang. Unser Test zeigt, warum Geduld hier belohnt wird, weshalb die Konsolenfassung nicht ganz frei von Problemen ist und für wen sich der Ausflug nach Icarus wirklich lohnt.

Eine feindliche Welt fordert jeden Überlebenskünstler

Die Menschheit hat versucht, den Planeten Icarus zu terraformen – mit katastrophalen Folgen. Statt einer neuen Heimat entstand eine lebensfeindliche Welt voller toxischer Atmosphäre, unberechenbarer Naturgewalten und aggressiver Tierwelt. Als Prospektor landet ihr immer wieder aus dem Orbit auf der Oberfläche, um Missionen zu erfüllen, wertvolle Rohstoffe zu bergen oder euch in einer offenen Spielwelt dauerhaft niederzulassen. Neben klassischen Missionen stehen auch ein Open-World-Modus sowie entspanntere Außenposten zur Verfügung, wodurch jeder Spielertyp seinen bevorzugten Spielstil findet. Schnell wird deutlich, dass Icarus weniger auf eine cineastische Geschichte als vielmehr auf das eigene Überleben setzt. Der eigentliche Erzähler ist die Spielwelt selbst. Jede Expedition entwickelt ihre eigenen Geschichten – sei es durch einen plötzlich aufziehenden Sturm, einen missglückten Höhlenausflug oder den verzweifelten Versuch, die wertvolle Ausrüstung rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Genau diese Dynamik sorgt für eine hohe Langzeitmotivation und macht jede Mission ein wenig anders.

Komplexes Gameplay belohnt Planung und Durchhaltevermögen

Gameplay ist ohne Zweifel die größte Stärke von Icarus: Console Edition. Holz sammeln, Werkzeuge herstellen, Nahrung beschaffen und schließlich immer größere Basen errichten – all das gehört zwar zum Genre-Standard, wird hier aber durch zahlreiche ineinandergreifende Systeme deutlich komplexer. Erfahrungspunkte schalten neue Technologien frei, Talente spezialisieren den eigenen Charakter und mit exotischen Rohstoffen lassen sich sogar permanente Verbesserungen freischalten. Besonders motivierend ist der stetige Fortschritt vom primitiven Steinwerkzeug bis hin zu hochentwickelter Technologie. Gleichzeitig verlangt das Spiel jedoch Geduld. Die ersten Stunden wirken bewusst entschleunigt und können aufgrund der umfangreichen Systeme sogar überfordern. Das Tutorial erklärt viele Mechaniken nur oberflächlich, weshalb gerade Survival-Neulinge anfangs ins Straucheln geraten könnten. Im Koop entfaltet Icarus dagegen sein volles Potenzial. Gemeinsam Ressourcen zu sammeln, Aufgaben aufzuteilen und gewaltige Basen zu errichten, sorgt für zahlreiche unvergessliche Momente.
Icarus: Console Edition Review Screenshot

Atmosphärische Grafik mit beeindruckender Naturkulisse

Optisch weiß Icarus: Console Edition trotz kleiner Einschränkungen zu überzeugen. Dichte Wälder, schneebedeckte Gebirge, weitläufige Wüsten und gefährliche Sümpfe erzeugen abwechslungsreiche Landschaften, die immer wieder zum Erkunden einladen. Besonders eindrucksvoll geraten die dynamischen Wettereffekte. Gewitter, Stürme oder Waldbrände verändern die Umgebung nicht nur optisch, sondern beeinflussen unmittelbar das Gameplay. Genau dadurch entsteht ständig das Gefühl, gegen einen lebendigen Planeten anzukämpfen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Konsolenfassung technisch nicht in jeder Situation ihr Maximum erreicht. Vereinzelt treten Framerate-Einbrüche, Textur-Pop-ins oder kleinere Darstellungsfehler auf. Die Grafik bleibt dennoch insgesamt stimmungsvoll und transportiert hervorragend das Gefühl permanenter Bedrohung. Vor allem bei Sonnenauf- und -untergängen entstehen beeindruckende Panoramen, die den rauen Überlebenskampf immer wieder mit schönen Momenten auflockern.

Gelungene Steuerung kämpft mit einer unübersichtlichen Benutzeroberfläche

Die eigentliche Steuerung funktioniert auf dem Controller überraschend gut. Werkzeuge, Waffen und Bewegungen gehen flüssig von der Hand und auch das Bauen größerer Basen gelingt nach kurzer Eingewöhnung problemlos. Weniger gelungen präsentiert sich dagegen die Benutzeroberfläche. Viele Menüs wirken eindeutig für Maus und Tastatur entworfen und wurden nur bedingt an Konsolen angepasst. Kleine Symbole, zahlreiche Untermenüs und ein teilweise träger Cursor erschweren insbesondere das Inventarmanagement. Gerade bei umfangreichen Crafting-Projekten kostet die Navigation dadurch unnötig Zeit. Nach einigen Spielstunden gewöhnt man sich zwar daran, dennoch bleibt die Oberfläche einer der größten Kritikpunkte der Konsolenfassung. Schade, denn das eigentliche Gameplay hätte eine deutlich komfortablere Bedienung verdient.
Icarus: Console Edition Review Screenshot

Soundkulisse verstärkt das Gefühl permanenter Gefahr

Auch akustisch setzt Icarus auf Atmosphäre statt auf große Inszenierung. Der Soundtrack hält sich angenehm im Hintergrund und überlässt der Natur die Hauptrolle. Heulender Wind, prasselnder Regen, das Knacken einstürzender Bäume oder das bedrohliche Knurren eines Raubtiers erzeugen jederzeit das Gefühl, niemals wirklich sicher zu sein. Gerade während heftiger Unwetter entsteht dadurch eine beeindruckende Immersion. Die wenigen Sprachsequenzen erfüllen ihren Zweck, stehen jedoch klar hinter der eigentlichen Spielmechanik zurück. Insgesamt trägt die Klangkulisse entscheidend dazu bei, dass sich jede Expedition glaubwürdig anfühlt. Besonders mit Kopfhörern entsteht eine intensive Survival-Atmosphäre, die hervorragend zum kompromisslosen Spielprinzip passt und den Spieler förmlich in die Wildnis hineinzieht.

FAZIT

Icarus: Console Edition gehört sicherlich nicht zu den Survival-Spielen, die sofort begeistern. Der Einstieg fällt sperrig aus, zahlreiche Mechaniken werden nur unzureichend erklärt und auch die Konsolenoberfläche hätte deutlich komfortabler ausfallen dürfen. Wer diese Anfangshürden jedoch überwindet, entdeckt eines der tiefgründigsten Survival-Erlebnisse der letzten Jahre. Die Kombination aus Ressourcenmanagement, Basenbau, dynamischem Wetter, umfangreicher Charakterentwicklung und unterschiedlichen Spielmodi sorgt langfristig für enorme Motivation. Besonders im Koop entfaltet das Spiel seine größte Stärke und entwickelt einen regelrechten Sog, bei dem aus einer kurzen Rohstoffsuche schnell mehrere Stunden werden. Technisch zeigt die Konsolenfassung zwar kleinere Schwächen, diese beeinträchtigen den Spielspaß aber nur gelegentlich. Wer schnelle Erfolgserlebnisse sucht, dürfte von ICARUS eher abgeschreckt werden. Survival-Fans mit Ausdauer erhalten dagegen eine beeindruckend umfangreiche Sandbox, die immer wieder neue Geschichten schreibt und trotz ihrer Ecken und Kanten langfristig begeistert.

Redaktion (Spielemagazin.de)

Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.

Spielemagazin-Wertung: 77%
Anspruchsvolle Survival-Action mit gewaltiger Spieltiefe und gnadenloser Natur
Einzelwertungen
Gameplay
81
Grafik
80
Sound
74
Steuerung
74

Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!



Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit gekennzeichnet sind. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich nichts, auch nicht am Preis, aber du unterstützt dieses Projekt. Dieser Beitrag wurde mithilfe generativer KI erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr zur Transparenz.

Dies wird dich interessieren...
ICARUS: Console Edition startet auf Xbox und PS5

PvE-Survival-Abenteuer von DayZ-Schöpfer Dean Hall erreicht Konsolen



ICARUS: Console Edition erscheint am 26. März

GRIP Studios verschiebt Release für PlayStation 5 und Xbox Series



Werbefläche buchen
Weiterleitung zu YouTube
Weiterleitung zu YouTube
Weiterleitung zu YouTube
Plattformen PS5, Series X|S
Release 26.03.2026
Studio GRIP Studios
Publisher GRIP Studios
Links
Alterseinstufung ESRB Teen – Für weitere Informationen klicken
Werbefläche buchen
Anonymous
A Dark Cave: Entwickler Julian im Interview von Anonymous am 23.09.2026 18:59
Darkling
A Dark Cave: Entwickler Julian im Interview von Darkling am 23.09.2026 18:59
Captain
Pastegame von Captain am 23.09.2026 18:29
Redakteur werden bei Spielemagazin.de
Wir suchen Verstärkung für unsere Redaktion.

DU LIEBST SPIELE, FILME, MUSIK ODER BÜCHER? MACH MIT!

Veröffentliche Tests und News, führe Interviews oder werde Teil unseres Podcast-Teams.

Redakteur werden

Werbefläche buchen