Auf den Punkt gebracht...
Nun, besser hätten wir es wohl auch kaum sagen können und so greifen wir als Einleitung zu unserem Review ganz bewußt auf den Pressetext zu "Future Wars" aus dem Hause Headup Games zurück. Heute ist es in der Tat so, dass scheinbar alle dem Echtzeitwahn verfallen sind. Alles muss sich zeitgleich bewegen, interagieren, animieren - die guten Zeiten der Rundenstrategiespiele scheinen endgültig vorbei. Aber das täuscht, denn mit "Future Wars" ist nun ein reinrassiger Vertreter dieses Genres auf den Markt gekommen, der "Battle Isle" und "Advance Wars" ganz bewusst als Vorbild nimmt und den Spieler in die Haut des jungen Militär-Akademie-Schülers "Max" schlüpfen lässt.
Die Zukunft ruft...
Wie der Name schon vermuten lässt geht es in "Future Wars" ziemlich futuristisch zur Sache. Neben eher klassischen Haubitzen kommen da auch allerhand Waffen aus dem Jahre 2525 zum Einsatz, wobei man die Fantasie der Macher an dieser erstmalig lobend erwähnen muss. Hier haben sich die Gamedesigner ausgetobt und dem Spiel so manche Wumme spendiert, die man so auch noch nirgends gesehen hat. Ähnlich innovativ hätten wir uns auch die comicartige Hintergrundgeschichte und vor allem auch den Humor der Dialoge gewünscht, aber seien wir ehrlich: Dieser Spielpart ist für die Tonne. Der Humor ist (wenn schon dann) unfreiwillig komisch, die Gags zünden eher selten und so gerät die Hintergrundgeschichte schnell aus dem Hintegrund ins Abseits.
Da ist der Gameplay-Part schon bedeutend besser. "Future Wars" richtet sich dabei ganz explizit an echte Strategen, keine "Freizeit-Rambos", die blindlinks auf das Schlachtfeld stürmen und alles niedermähen wollen, was die falsche Uniform anhat. Letztlich ist dies zwar in allen Missionen das Ziel, aber der Weg dahin führt über taktische Finesse und Weitsicht. Auch wenn dem Spiel das "Stein-Schere-Papier"-Prinzip zugrunde liegt, hat "Future Wars" schon immer wieder Anwandlungen, die eher an ein Schachspiel erinnern. Ausgehend von einer Basis und einer handvoll Männer, muss man seine Einheiten geschickt platzieren, ausbilden, formen und natürlich an der Front einsetzen.
Auch die Optik orientiert sich etwas an der Vergangenheit. Hier hätten wir uns eine etwas zeitgemässere Grafik gewünscht, denn auch wenn das Spiel keineswegs übel aussieht, stecklt doch in den meisten PCs der Spieler mehr Technik, als hier abgerufen wird. Die Macher von "Drakensang" haben sich bei "Future Wars" vor allem auf den Gameplay-Part konzentriert, das merkt man. Die Optik blieb da leider etwas zurück.
Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht, was der trägen Story zusätzlich etwas an Fahrt nimmt. Dafür sind die Soundeffekte ganz ordentlich und auch die Hintergrundmusik passt zum Spiel.



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