Feuerwehr-Simulator 2010
Nach der obligatorischen Anlage eines Spielerprofils kann man sich auch sofort ins Geschehen stürzen und die ersten Trainingsmissionen im Tutorial absolvieren. In diesem wirklich gut gemachten Tutorial lernt man dann auch wie man mit den unterschiedlichen Situationen umgeht und wie Wagen und Personen zu steuern sind. Dies geschieht vorrangig mit einer Kombiantion aus Maus und den Pfeiltasten (WASD auch möglich). Die Steuerung an sich ist kein Problem, später muss man allerdings dauernd Gegenstände miteinander kombinieren, wie zum Beispiel die hydraulische Schere aus dem Wagen nehmen, vorher (!) den Stromgenerator aufbauen, dann Einschalten, dann an mehreren grün markierten Punkten am Unfallwagen ansetzen und die Leute eben rausschneiden.
In anderen Situationen muss man den Hydranten mit einem Schaumbehälter verbinden und vieles mehr. Dies will schon ein wenig geübt sein, denn noch ist kein Feuerwehrmann vom Himmel gefallen und unsereins steht erstmal vor so einem Feuerwehrwagen wie der Ochse vor dem Ketchup. Aber nach einer gewissen Übungsdauer, spätestens nach dem kompletten erfolgreichen Absolvieren des Tutorials steht einer Karriere als Grisu-Nachfolger nichts mehr im Wege. Insgesamt 5 Fahrzeuge stehen zur Auswahl: Das Löschgruppenfahrzeug, die Drehleiter mit Korb, der Kommandowagen, der Rettungswagen und ein Löschboot. Als Einheiten kommen neben dem Feuerwehrmann auch der Einsatzleiter, die Polizei und natürlich der Rettungsdienst zum Einsatz.
All diese Kräfte und Fahrzeuge wollen koordiniert werden und bringen ihre jeweiligen Fähigkeiten mit an den Ort des Geschehens. Natürlich geschieht alles unter Zeitdruck, denn nur gerettete Opfer sind glückliche Opfer. Eine Infobox rechts unten zeigt an wieviel Zeit einem noch bleibt, bis der Worst Case eingetreten ist und man die Mission als verloren aufgeben muss. Dann muss man beim nächsten Mal eben etwas anders machen oder einen anderen Weg finden die Gefahr aus dem Weg zu räumen. Spielerisch macht es durchaus Laune mal in die Uniform der Feuerwehr zu schlüpfen - wir könnten uns daher gut vorstellen, dass das Spiel ein Verkaufsschlager wird...
Grafik und Sound
Dies liegt nicht zuletzt auch an der Grafik, die einen wirklich guten Eindruck macht. Noch vor einiger Zeit wirkten die Spiele aus dem Hause astragon hin und wieder mal etwas unvollkommen, wenig realistisch. Zwar hat man mit "Feuerwehr-Simulator 2010" nun auch keinen 3D-Meilenstein gelegt, aber eines muss man festhalten: Die Sache hat Hand und Fuss. Die Wagen wirken halbwegs realistisch, aber besonders zufrieden kann man in unseren Augen mit der Animation der Einsatzkräfte sein. Die Personen bewegen sich realistisch und geben kaum Anlass zur Kritik. Auch die Rauchschwaden und das Feuer wirkt authentisch.
Hintergrundmusik zu bewerten können wir uns beim "Feuerwehr-Simulator 2010" sparen - es gibt schlicht keine. Das werden die einen motzen, die anderen jubeln. Fakt ist: Ein echter Feuerwehrmann hört ja auch im Einsatzwagen kein AC/DC (vorzugsweise "Highway to hell"). Dafür sind die Geräusche und Soundeffekte im Spiel gelungen.
Features:
- Viele, abwechslungsreiche Missionen
- Einsatz von Wasser und Schaum auf Feuer oder verschiedene Flüssigkeiten
- Evakuierung von Personen und Tieren, die Ihnen folgen oder auch getragen werden müssen
- Aufbrechen von Türen mit der Axt, um an eingeschlossene Personen zu gelangen
- Versorgung der Opfer mit Sauerstoff
- Aufspüren von Objekten am Einsatzort



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