I Want to Play the Villain!

Dieses clevere Logikspiel macht Dich zum Regisseur eines Chaos-Theaters



I Want to Play the Villain! Bild I Want to Play the Villain! Screenshot I Want to Play the Villain! Foto

I Want to Play the Villain! (Demo) ist ein charmantes Logikspiel, das Dich nicht auf eine große Abenteuerreise schickt, sondern hinter die Kulissen eines Theaters. Als unsichtbarer Regisseur sollst Du dafür sorgen, dass eine Aufführung überhaupt funktioniert. Das klingt zunächst harmlos, wird aber schnell zu einem kleinen Denkspiel: Jeder Schauspieler bringt eigene Wünsche, Ängste, Ambitionen und Lieblingsrollen mit. Deine Aufgabe besteht darin, die Besetzung so zu verändern, dass am Ende alle Beteiligten mit ihrer Rolle und der Geschichte leben können.

Nicht der Bösewicht ist das Problem, sondern die Besetzung

Der Titel ist dabei Programm, denn eine der möglichen Rollen ist natürlich der Bösewicht. Doch ob ein bestimmter Darsteller diese Rolle wirklich übernehmen möchte, hängt von seinen individuellen Eigenschaften ab. Manche Figuren wollen unbedingt eine tragische Liebesgeschichte spielen, andere möchten nicht mit einer bestimmten Person auf der Bühne stehen oder fürchten sich vor engen Räumen. Ein Schauspieler kann perfekt zur Rolle des Königs passen, aber die Szene scheitert trotzdem, wenn seine Wünsche mit der Besetzung eines Mitspielers kollidieren.

Das zentrale Prinzip ist angenehm klar: Du liest Hinweise, prüfst die Bedingungen aller Beteiligten und ordnest die Darsteller den passenden Rollen zu. I Want to Play the Villain! wirkt dabei weniger wie ein klassisches Point-and-Click-Adventure und mehr wie ein interaktives Logikrätsel mit Bühnenbild. Gerade diese Konzentration auf eine einzige, sauber durchgezogene Idee macht die Demo sofort verständlich.
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Geschichten, die Du auf der Bühne neu zusammensetzt

Es geht nicht nur darum, Figuren auf freie Plätze zu ziehen. Auch die Geschichte selbst lässt sich verändern. Verschiedene Textbausteine und Szenarien können Einfluss darauf haben, welche Rollen benötigt werden und welche Konstellationen überhaupt möglich sind. Eine kleine Anpassung an der Handlung kann damit ausreichen, um plötzlich eine Lösung zu ermöglichen, die zuvor unmöglich schien.

Diese modulare Erzählweise ist die interessanteste Besonderheit der Vorschau. Du löst die Rätsel nicht allein über Ausschlussverfahren, sondern musst auch verstehen, wie eine Szene dramaturgisch funktioniert. Wenn ein König nach langer Reise in sein Schloss zurückkehrt und dort auf einen Doppelgänger trifft, ergeben sich andere Anforderungen als bei einer romantischen Geschichte oder einem Magierduell. Das Spiel macht aus Theaterklischees kleine Rätselmaschinen.
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Jede Bühne bringt neue Regeln mit

Die Demo führt in mehreren Herausforderungen schrittweise an die Mechaniken heran. Neue Schauspieler, zusätzliche Rollen und komplexere Wünsche sorgen dafür, dass die Aufgaben nicht bei einer simplen Zuordnung stehen bleiben. Später müssen mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden, während die Zahl der möglichen Kombinationen deutlich wächst. Reines Ausprobieren funktioniert dann nur noch eingeschränkt; genaueres Lesen und logisch sauberes Planen werden wichtiger.

Das ist ein guter Ansatz für die Vollversion. Statt immer nur dieselbe Art von Rätsel mit anderen Namen zu wiederholen, sollen die einzelnen Kapitel unterschiedliche Kulissen, Figuren und Mechaniken aufgreifen. Die Demo deutet an, wie viel Abwechslung diese Grundidee entwickeln kann, zeigt aber natürlich noch nicht, ob Triomatica Games das Niveau über ein ganzes Spiel hinweg halten kann.
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Handgezeichnete Bühne mit viel Persönlichkeit

Visuell setzt I Want to Play the Villain! auf einen farbenfrohen, handgezeichneten Stil. Die Figuren wirken bewusst karikaturenhaft und passen mit ihren Kostümen, Grimassen und kleinen Eigenheiten hervorragend zum Theatermotiv. Statt fotorealistischer Kulissen gibt es eine verspielte 2D-Bühne, auf der jede Rolle und jede Verbindung schnell erkennbar bleiben soll.

Das Design erfüllt damit nicht nur einen dekorativen Zweck. In einem Spiel, das viele Informationen gleichzeitig vermittelt, ist Übersicht entscheidend. Die Demo präsentiert Wünsche, Eigenschaften und Rollen so, dass Du sie gut gegeneinander abwägen kannst. Bei späteren, umfangreicheren Rätseln wird sich zeigen müssen, ob die Oberfläche auch dann noch angenehm lesbar bleibt, wenn mehrere Figuren und alternative Story-Elemente zusammenkommen.
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Entspanntes Rätseln statt Zeitdruck

Die Steuerung ist auf Mausbedienung ausgelegt und passt gut zum ruhigen Tempo. Du kannst Figuren und Rollen verschieben, Hinweise vergleichen und Veränderungen ohne hektische Eingaben ausprobieren. Ein Hilfesystem soll bei Bedarf einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben, ohne die Lösung sofort vorwegzunehmen. Das macht die Demo auch für Spieler zugänglich, die keine besonders harten Logikrätsel suchen.

Die Vollversion ist für PC, Konsolen und Mobilgeräte vorgesehen. Auf PC unterstützt das Spiel neben Windows auch macOS sowie SteamOS und Linux. Die Hardwareanforderungen fallen mit 2 GB Arbeitsspeicher und integrierter Grafik sehr niedrig aus. Deutsche Bildschirmtexte sind bereits vorhanden, eine Sprachausgabe ist nicht angekündigt.

Ein vielversprechender erster Auftritt

I Want to Play the Villain! wird von Triomatica Games entwickelt und veröffentlicht, dem ukrainischen Studio hinter Boxville. Die kostenlose Steam-Demo erschien am 17. August 2026 und umfasst den Auftakt mit 18 Herausforderungen. Die vollständige Veröffentlichung ist derzeit für das erste Quartal 2027 geplant.

FAZIT

Die Demo zu I Want to Play the Villain! zeigt ein ungewöhnliches und sympathisch umgesetztes Rätselkonzept. Die Verbindung aus Schauspielerwünschen, wechselnden Rollen und veränderbaren Geschichten sorgt dafür, dass Du nicht einfach nur Figuren richtig sortierst, sondern kleine Theaterstücke logisch zusammenbaust. Der handgezeichnete Stil und die ruhige Bedienung passen sehr gut dazu. Noch bleibt offen, wie abwechslungsreich und anspruchsvoll die späteren Kapitel ausfallen werden, doch als erster Auftritt macht dieses Theater-Logikspiel definitiv neugierig.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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Release 31.03.2027
Studio Triomatica Games
Publisher Triomatica Games
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