Cursed Blood

Wenn Affen zu Samurai werden



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Cursed Blood ist genau die Art Spiel, bei der man erst kurz innehält – und dann doch neugierig wird. Samurai-Affen, die sich durch blutige Horden kämpfen? Klingt absurd, funktioniert aber erstaunlich gut. Schon in der Preview-Version zeigt sich: Hier steckt mehr dahinter als nur ein schräges Setting.

Man steuert einen von mehreren Kriegeraffen durch isometrische Level, schnetzelt Gegnerhorden nieder und sammelt dabei sogenannte Blut-Orbs. Diese dienen als zentrale Ressource, um Waffen zu verbessern, Fähigkeiten freizuschalten und sich langfristig zu verstärken. Klassischer Roguelike-Loop also – aber mit ordentlich Wucht.
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Schnelles Gameplay mit überraschender Tiefe

Auf den ersten Blick wirkt Cursed Blood wie ein typischer Hack-and-Slash-Titel. Schnelle Angriffe, viel Button-Mashing, ordentlich Chaos. Doch unter der Oberfläche steckt mehr: Blocken, Parieren und gezielte Konter sind essenziell, um in späteren Runs zu überleben.

Gerade das Timing bei Deflections oder das gezielte Stunnen von Gegnern bringt eine taktische Ebene ins Spiel. Es ist kein Soulslike – aber definitiv anspruchsvoller, als es zunächst scheint. Das bekannte Prinzip „easy to learn, hard to master“ trifft hier ziemlich gut.

Roguelike-Mechaniken, die wirklich greifen

Besonders spannend ist das Zusammenspiel aus Perks und Flüchen. Wer Boni will, muss oft gleichzeitig Nachteile in Kauf nehmen. Mehr Schaden? Vielleicht. Dafür aber weniger Leben oder reduzierte Verteidigung. Dieses System zwingt dazu, jede Entscheidung gut abzuwägen.

Hinzu kommen zufällige Modifikationen pro Run, die das Gameplay verändern und für Abwechslung sorgen. Kein Durchlauf fühlt sich exakt gleich an – ein klarer Pluspunkt für Genre-Fans.
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Blutig, schnell, motivierend – aber nicht ohne Hürden

Die Kämpfe sind kompromisslos brutal, inklusive abgetrennter Gliedmaßen und reichlich Gore. Das passt zum Stil und sorgt für ein intensives Spielgefühl. Gleichzeitig ist der Schwierigkeitsgrad nicht zu unterschätzen. Gegner werden schnell aggressiver, stehen nach vermeintlichen Kills wieder auf und bestrafen Fehler gnadenlos.

Ein möglicher Kritikpunkt ist der Progressionsfluss: Das Sammeln von Orbs kann sich recht grindlastig anfühlen, besonders wenn man auf neue Ausrüstung hinarbeitet. Auch die Übersicht in den Levels ist nicht immer optimal – Wege und interaktive Objekte könnten klarer dargestellt sein.
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Koop als heimlicher Star

Ein echtes Highlight ist der Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Während Solo-Runs schon fordernd sind, entfaltet das Spiel im Mehrspieler seine volle Dynamik. Gerade Bosskämpfe profitieren davon enorm, da Teamplay und Abstimmung wichtiger werden.

Dabei funktioniert das Ganze sowohl lokal als auch online – eine willkommene Ergänzung, die den Wiederspielwert deutlich steigert.
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Erster Eindruck: Vielversprechend und angenehm roh

Schon jetzt zeigt Cursed Blood, dass es mehr ist als nur ein weiterer Roguelike im überfüllten Genre. Das Kampfsystem fühlt sich direkt und befriedigend an, die Progression motiviert trotz Grind, und das ungewöhnliche Setting bleibt im Kopf.

Natürlich merkt man der aktuellen Version noch an, dass Feinschliff fehlt – sei es bei der Balance, Übersicht oder Progressionsgeschwindigkeit. Doch genau hier liegt auch das Potenzial: Mit etwas Polishing könnte hier ein richtig starker Genre-Vertreter entstehen.

FAZIT

Ein blutiger, schneller und angenehm verrückter Titel, den man definitiv im Auge behalten sollte.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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