In der offiziellen Mitteilung spricht Ubisoft von einer "schwierigen Entscheidung, Rainbow Six Mobile einzustellen". Als Begründung nennt der Publisher, man wolle die eigenen Ressourcen künftig stärker an langfristigen strategischen Prioritäten ausrichten - konkretere Gründe für die Einstellung macht Ubisoft öffentlich nicht. Mehrere Fachmedien verweisen darauf, dass das Spiel allein über den Google Play Store Berichten zufolge mehr als zehn Millionen Downloads verzeichnet haben soll, was die Entscheidung zusätzlich überraschend wirken lässt.
Noch eine letzte Season, offene Fragen zu Fortschritt und Käufen
Ganz überstürzt kommt das Ende allerdings nicht: Ubisoft bestätigt, dass die bereits geplante nächste Season wie vorgesehen in der kommenden Woche erscheinen soll, bevor am 15. Januar 2027 endgültig Schluss ist. Was mit deinem Spielfortschritt, gekaufter Premium-Währung oder sonstigen In-Game-Käufen passiert, hat Ubisoft bislang nicht im Detail erklärt. Dazu heißt es lediglich: "In den kommenden Wochen werden wir weitere Updates teilen, damit ihr genau wisst, was zu erwarten ist und euch auf den Übergang vorbereiten könnt." Informationen zu möglichen Rückerstattungen fehlen also vorerst komplett.Für Fans der Hauptreihe gibt es zumindest eine Beruhigung: Die Abschaltung betrifft ausschließlich die Mobile-Version. Rainbow Six Siege auf PC und Konsole ist von der Entscheidung nicht betroffen und wird weiterhin unterstützt. Einige Berichte legen sogar nahe, dass Ubisoft freiwerdende Entwicklungsressourcen gezielt in die PC- und Konsolenversion von Rainbow Six Siege sowie in das erst im August 2026 angekündigte "Rainbow Six Tactics" investieren möchte.
Für Ubisoft ist die frühe Einstellung von Rainbow Six Mobile ein weiterer Fall, in dem ein Mobile-Spin-off deutlich kürzer durchhält als die Hauptreihe, von der es abstammt. Wenn du Rainbow Six Mobile aktuell noch spielst, bleiben dir damit gut drei Monate, um deinen Fortschritt zu sichern oder offene Käufe zu klären - sobald Ubisoft nähere Details nennt, erfährst du mehr auf Spielemagazin.de.
Mobile-Ableger haben es weiterhin schwer
Rainbow Six Mobile ist damit kein Einzelfall: Auch andere große Shooter-Marken haben in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, mit eigenständigen Mobile-Versionen zusätzliche Spielerinnen und Spieler zu erreichen, scheiterten aber oft an hohem Konkurrenzdruck im Smartphone-Markt, begrenztem Budget für laufenden Support oder schlicht daran, dass sich die Kernspielerschaft lieber auf PC und Konsole konzentriert. Dass Ubisoft nun ausgerechnet bei einer Marke mit zweistelliger Millionenzahl an Downloads die Reißleine zieht, zeigt, wie hoch die Erwartungen an nachhaltige Einnahmen bei solchen Projekten mittlerweile liegen.Für die PC- und Konsolenversion von Rainbow Six Siege dürfte sich die Entscheidung dagegen sogar positiv auswirken, sofern Ubisofts Ankündigung zutrifft, freiwerdende Kapazitäten dorthin sowie in das neue Projekt Rainbow Six Tactics umzuleiten. Beobachter werten den Schritt deshalb weniger als Zeichen einer Krise der Marke insgesamt, sondern eher als Fokussierung auf jene Plattformen, auf denen Rainbow Six seit Jahren seine treueste und zahlungsbereiteste Spielerschaft hat.





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