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Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2026 startet in Berlin

Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich.



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Vom 11. bis zum 20. September 2026 steht das freiwillige Ehrenamt in Deutschland wieder ganz besonders im Fokus. Die 22. Woche des bürgerschaftlichen Engagements setzt unter dem Motto „Miteinander Zukunft gestalten“ ein deutliches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Den offiziellen Auftakt bildet eine Eröffnungsveranstaltung in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund in Berlin, bei der Ronald Rauhe, der Staatsminister für Sport und Ehrenamt, gemeinsam mit Rainer Hub vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) die Aktionswoche einleitet.

Zahlen und Fakten zum Ehrenamt in Deutschland

Der Startschuss für die bundesweite Bewegung erfolgt kurz nach der Präsentation des Hauptberichts zum Freiwilligensurvey 2024. Die dort erhobenen Daten unterstreichen die enorme Bedeutung des freiwilligen Einsatzes: Rund 36,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren bringen sich aktiv in ehrenamtlichen Projekten ein. Das entspricht einer Zahl von etwa 27 Millionen Menschen, die in Vereinen, Initiativen und Organisationen Verantwortung übernehmen. Die Vor-Ort-Aktionen im Rahmen der Aktionswoche sollen diese Vielfalt sichtbar machen und den täglichen Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer würdigen.

Auch der zuständige Staatsminister hebt den Wert dieser Arbeit für die Gesellschaft und das Wohlbefinden des Einzelnen hervor.
Fast 27 Millionen Engagierte in unserem Land zeigen jeden Tag, was gesellschaftlichen Zusammenhalt ausmacht: Verantwortung übernehmen, füreinander da sein und Zukunft gemeinsam gestalten. Besonders wichtig ist mir zu betonen: Ehrenamt ist nicht nur ein Dienst an der Gesellschaft, sondern auch für jeden und jede Engagierte selbst. Ehrenamt macht glücklicher, das ist nachgewiesen. Der aktuelle Freiwilligensurvey 2024 zeigt, dass viele weitere Menschen bereit sind, sich einzubringen. Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements macht diesen Einsatz sichtbar und würdigt die Menschen, die unser Gemeinwesen Tag für Tag mittragen. Das diesjährige Motto ‚Miteinander Zukunft gestalten‘ ist deshalb Auftrag und Ermutigung zugleich: Wir wollen gute Rahmenbedingungen schaffen, damit noch mehr Menschen den Weg ins Engagement finden.
Ronald Rauhe

Verbindung schaffen und Raum für Begegnungen bieten

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement betont vor allem den verbindenden Charakter der zahlreichen Initiativen. Rainer Hub, der Vorsitzende des BBE-Sprecher*innenrats, verweist auf die integrative Kraft des gemeinsamen Gestaltens.
Engagement bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nicht begegnen würden. Sie übernehmen Verantwortung füreinander, engagieren sich gemeinsam an einer Sache und erleben, dass sie etwas verändern können. Gerade diese Erfahrungen sind wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Rainer Hub
Als Gesicht der diesjährigen Kampagne fungiert Vanessa Beyer, die als BBE-Engagement-Botschafterin 2026 ausgezeichnet wurde. Mit ihrer Initiative „k_einheit“ setzt sie sich gezielt dafür ein, dass junge ostdeutsche Stimmen in politischen Diskursen Gehör finden. Durch Dokumentationen, Ausstellungen, Workshops und Community-Treffen schafft sie wertvolle Räume für Dialog und gegenseitiges Verständnis.
Ich engagiere mich dafür, dass junge ostdeutsche Stimmen im politischen Diskurs stärker gehört und sichtbar werden.
Vanessa Beyer

Vielfältiges Programm und breites Bündnis

Das Programm der Eröffnungsveranstaltung spiegelt die Bandbreite der Initiative wider. Neben dem Grußwort des Staatsministers erwartet dich eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Zusammenhalt braucht Beteiligung – wie wir Zukunft gemeinsam gestalten“, an der Fachleute aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft teilnehmen. Zudem wird das Projekt „Dorf macht Oper“ vorgestellt, das modellhaft zeigt, wie Kulturarbeit im ländlichen Raum Gemeinschaft stiftet. Den Abschluss der Auftaktveranstaltung bildet ein Vortrag von Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, der ehemaligen Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), zum Thema gesellschaftliche Verantwortung und Vernetzung.

Die Aktionswoche ist das Herzstück der übergeordneten Kampagne „Engagement macht stark!“, die vom BBE koordiniert und vom Staatsminister für Sport und Ehrenamt gefördert wird. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt erneut die Schirmherrschaft, während der Freistaat Thüringen im Jahr 2026 als offizielles Partnerland fungiert. Das BBE selbst umfasst als Dachverband rund 300 Mitgliedsorganisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und wird von zahlreichen Partnern unterstützt – darunter die Bertelsmann Stiftung, Aktion Mensch sowie der World Cleanup Day.

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