„Kreative Identität bleibt erhalten“
In einer E-Mail an die Mitarbeitenden von Obsidian bezeichnete Braff die Veränderung in erster Linie als eine Anpassung der Berichtsstruktur, nicht als inhaltlichen Eingriff in die Arbeit des Studios.
Die kreative Identität und die Stärken, die Obsidian ausmachen, werden weiterhin im Zentrum ihres Studios und ihrer Arbeit stehen.
Feargus und das Obsidian-Führungsteam werden Obsidian weiterhin leiten, wobei das Studio an mich berichtet.
Was aus Grounded und dem neuen Fallout wird
Inhaltlich ändert sich laut den bisherigen Angaben wenig: Obsidian arbeitet weiter an „Grounded“ und zusätzlich gemeinsam mit Bethesda Game Studios an einem neuen Fallout-Titel. Die Hauptverantwortung für die Fallout-Marke als Ganzes bleibt weiterhin bei Bethesda Game Studios selbst, während Obsidian sein neues Projekt eigenständig weiterentwickeln kann. Berichten zufolge steht das neue Fallout-Spiel unter der Leitung von Joshua Sawyer, der bereits als Projektleiter für den gefeierten Serienteil „Fallout: New Vegas“ verantwortlich war - für viele Fans ein starkes Signal, dass der eigenständige Obsidian-Stil erhalten bleiben soll.Die Neuordnung von Obsidian ist Teil des größeren Umbaus, den Xbox derzeit vorantreibt und in dessen Rahmen zuletzt auch hunderte Stellen abgebaut sowie Studios wie Halo Studios neu zugeordnet wurden. Während sich Microsoft-Chef Satya Nadella öffentlich positiv über diesen Kurs äußerte, dürfte Braffs Botschaft an Obsidian vor allem ein Signal an verunsicherte Entwickler und Fans zugleich sein: Trotz der organisatorischen Umstellung soll das künstlerische Erbe von Obsidian nicht verwässert werden.
Für die Community ist die Entwicklung auch deshalb bedeutsam, weil Obsidian in den vergangenen Jahren mit Titeln wie „The Outer Worlds“ und „Pentiment“ einen eigenen, unverwechselbaren Ruf abseits klassischer Bethesda-Produktionen aufgebaut hat. Ob sich dieser Charakter tatsächlich halten lässt, wenn die Entscheidungswege künftig enger mit Bethesda verzahnt sind, werden am Ende aber erst die kommenden Spiele zeigen. Bis dahin bleibt Braffs schriftliche Zusicherung vorerst das deutlichste offizielle Signal dafür, in welche Richtung sich das Studio entwickeln soll.





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