Neues Album und erste Single im Anmarsch
Am 27. Juni veröffentlicht die Formation aus Chicago ihr neues Werk mit dem Titel „Tomorrow Comes Crashing“ über das Label Bayonet Records. Zehn intensive Songs erwarten dich auf dem Longplayer, der in einer neu formierten Besetzung entstanden ist. Die Platte verarbeitet Themen wie Selbstfindung und gesellschaftlichen Wandel und sprüht nur so vor roher Energie und Wut. Einen ersten klanglichen Eindruck liefert die bereits veröffentlichte Single „Syd Sweeney“, die mit tuckernden Gitarren und treibenden Drums im Stile des klassischen Stadionrocks daherkommt. Der Track erinnert in seiner Wucht an moderne Alternative-Klänge und thematisiert die oft verzerrte Wahrnehmung von Frauen in der Unterhaltungsbranche. Am Ende mündet das Stück in einem überraschenden Thrash-Metal-Breakdown, der die ekstatische Natur des Songs unterstreicht.Frontsängerin Tay Roebuck bringt die Problematik der öffentlichen Wahrnehmung in einem Statement auf den Punkt:
Frauen in der Unterhaltungsbranche sind außergewöhnlich talentiert, klug und schön, weil sie es sein müssen. Manchmal wollen sie in ihrer Arbeit Sexualität und Verletzlichkeit erforschen, und plötzlich zucken die Mistgabeln. Wie können sie nur großartig UND sexy sein? Man kann offenbar nur eins von beidem sein. Warum scheint Talent und harte Arbeit ausgelöscht zu werden, sobald man eine Frau nackt gesehen hat? Wir platzieren die sexy Frau im Film, damit wir sehen können, wie sie sexy ist, und bringen sie danach um. Das ist ein absolutes Verlustgeschäft. Als Frau in der Kunst wird man unweigerlich immer auf eine bestimmte Weise objektiviert. Erfolg ist das Monster, das dich jagt und darauf wartet, dass du ein bisschen zu sexy bist, während das Messer bereits gezückt ist.
DIY-Spirit und Studioarbeit in Brooklyn
Ihre musikalischen Wurzeln hat die Gruppe in der DIY-Szene von Cincinnati, bevor der Wechsel zum Label Bayonet Records und das gefeierte Debütalbum „How the Light Felt“ den Weg nach Chicago ebneten. Trotz des wachsenden Erfolgs blieben die alltäglichen Kämpfe des Musikerlebens nicht aus – von finanzieller Unsicherheit bis hin zu anhaltender Objektifizierung. Diese Erlebnisse, verbunden mit Tour-Strapazen, personellen Veränderungen und persönlichen Umbrüchen, flossen direkt in das Songwriting des neuen Albums ein.Für die Aufnahmen zog es die Band nach Red Hook in Brooklyn, wo sie innerhalb von zehn Tagen zusammen mit Produzent Aron Kobayashi Ritch von der Band Momma so live wie möglich eingespielt wurde. Kurz vor der Abreise nach New York heirateten Tay Roebuck und Bandkollege Min im Kreis ihrer Weggefährten. Die Sessions waren ein echter Kraftakt, der von langen Tagen im Studio und Übernachtungen auf fremden Sofas geprägt war und Roebuck am Ende sogar ihre Stimme kostete. Dennoch bleibt sich die Formation treu und transportiert den ursprünglichen DIY-Spirit kompromisslos in ihr bisher persönlichstes Werk.
Tracklist
- Godhead
- Syd Sweeney
- Dead Air
- Waste Me
- Ghosts (Cataclysm, Cover Me)
- Burn Like Violet
- Touch & Go
- Crashing in the Coil
- Spit
- Sunset Hymnal




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