Kontrolliertes Chaos zwischen Weltschmerz und Realität
Genregrenzen verschwimmen auf dem neuen Longplayer völlig. Die Stücke schlagen Brücken zwischen extremen Metal-Spielarten wie Math- und Thrash-Anleihen, schroffen Hardcore-Ausbrüchen, Shoegaze-Texturen, Art Rock und überraschend eingängigen Punk-Rock-Momenten wie im Song „I Steal What I Want“. The Armed lassen ihrer Frustration über den Zustand der modernen Welt freien Lauf und greifen dabei den Begriff des Weltschmerzes auf. Es geht um die klaffende Lücke zwischen idealisierten Vorstellungen und der harten Realität, in der wir uns täglich bewegen. Die Band aus Detroit beweist damit einmal mehr, dass Metalcore, tiefgreifender Kunstanspruch und eine eigenwillige Ästhetik Hand in Hand gehen können. Schon in der Vergangenheit scheute das Kollektiv nicht davor zurück, Hörgewohnheiten gezielt auf die Probe zu stellen, und treibt diesen Ansatz nun auf die Spitze.Dass diese Entfremdung auch im Alltag spürbar ist, unterstreicht eine drastische Einordnung direkt aus dem Umfeld der Band.
Es ist Musik für eine statistisch gesehen wohlhabende Bevölkerung, die sich irgendwie weder Essen noch Medikamente leisten kann – die endlos durch Urlaubsfotos, Selfies aus dem Fitnessstudio und Bilder von amputierten Kindern im selben Feed scrollt. Es spiegelt die Dissoziation wider, die notwendig ist, um in dieser Realität zu existieren.
Tracklist
- Well Made Play
- Purity Drag
- Kingbreaker
- Grace Obscure
- Broken Mirror ft. Prostitute
- Sharp Teeth
- I Steal What I Want
- Local Millionaire
- Gave up
- Heathen
- A More Perfect Design


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