Ein unkonventioneller Ansatz für Drone und Sludge
Der Name A Plague of Lighthouse Keepers verweist auf ein bekanntes Musikstück der Progressive-Rock-Band Van der Graaf Generator sowie auf den gleichnamigen Psychothriller-Film von Robert Eggers. Musikalisch geht die Formation jedoch sehr eigenständige Wege. Während klassische Drone-Metal-Pioniere wie Sunn O))), Nadja oder Earth meist auf sehr langsame, atmosphärische Ambient-Strukturen setzen, startet die Band bei einem Fundament aus wuchtigem Doom und Sludge Metal. Von dort aus dehnt das Kollektiv seinen Sound in freie Improvisationen, lärmenden Noise und klassische Minimal-Music aus.In den vielschichtigen Kompositionen treffen verzweifelte Schreie, wuchtige Cymbals und verstörende Gitarrentexturen auf repetitive Bassläufe und traditionelle indische Bordun-Instrumente wie Shruti-Box und Tanpura. Musikalische Referenzen reichen dabei von der spirituellen Schwere der Band Om über die kompromisslose Wucht von Sumac und Swans bis hin zu den Avantgarde-Experimenten von Miles Davis oder Pandit Pran Nath.
Gesellschaftskritik und spirituelle Suche
Inhaltlich verarbeiten A Plague of Lighthouse Keepers die Wut über das aktuelle weltpolitische Geschehen. Trotz der aggressiven Klanglandschaften sucht die Band innerhalb des musikalischen Chaos stets nach Momenten der Zerbrechlichkeit. Die Veröffentlichung umfasst drei ausführliche Stücke, die verschiedene thematische Schwerpunkte setzen:Der Eröffnungstrack „Massacre of Flour“ versteht sich als ein aggressiver Protest gegen den Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung. Das anschließende Stück „I Fuck People“ präsentiert sich als avantgardistischer Free-Jazz-Metal-Sturm und als Zeichen der Unterstützung für marginalisierte Queer-Communitys weltweit. Den Abschluss bildet der Titeltrack „Towers of Silence“, der mit einer spirituellen Klangwand die menschliche Endlichkeit und die Suche nach Sinn Thematisiert.
Produktion und Besetzung
Das Material wurde von Marlon Wolterink im White Noise Studio in Winterswijk aufgenommen und gemischt. Das visuelle Erscheinungsbild und das Artwork stammen von der Künstlerin Yulia Ermakov.Zur Besetzung des niederländischen Kollektivs gehören:
- Joost Verhagen – Gesang, Synthesizer, Shruti, Tanpura
- Derek Twiss – Schlagzeug
- Tristan „Lama Waaien“ – Gitarre, Saxofon
- Sterre Marrée – Bass, Hintergrundgesang
Tracklist
- Massacre of Flour
- I Fuck People
- Towers of Silence


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