Zwischen den Stilen: Doom trifft auf Free Jazz
Der Name der Formation ist eine bewusste Reminiszenz an verschiedene kulturelle Werke, darunter der gleichnamige Song von Van der Graaf Generator sowie ein Film von Robert Eggers. Musikalisch bewegen sich die Musiker in einem extremen Spannungsfeld: Sie verknüpfen die tonale Schwere von Doom, Sludge und Post-Metal mit den unberechenbaren Strukturen des Free Jazz und spiritueller Musik. Das Resultat erinnert klanglich an eine verstörende Kollision von Bands wie OM, Sumac und Swans, gepaart mit den improvisatorischen Ansätzen von Jazz-Grössen wie Miles Davis und Pandit Pran Nath.Hier entstehen keine glattgebügelten Ambient-Kompositionen. Stattdessen setzt das Quintett auf ein Fundament aus brachialen Sludge- und Doom-Gitarren, das sich konsequent in Richtung Raga, Noise und klassischem Minimalismus ausweitet. Laute Gitarrentexturen, verzweifelte Schreie, scheppernde Becken und hypnotische Bassläufe erzeugen einen düsteren Kontrast zur modernen Popkultur. Die Musik versteht sich dabei als Ausdruck eines gescheiterten Zeitalters, das in Wut und Trostlosigkeit ertrinkt, aber dennoch kleine Momente fragiler Schönheit offenbart. Die Band nutzt ihr Schaffen als Plattform für künstlerische, politische und persönliche Botschaften, die sich mit den drängenden Krisen unserer Zeit wie Pandemien, Kriegen und gesellschaftlicher Unterdrückung auseinandersetzen.
Tracklist
- Massacre of Flour
- I Fuck People
- Towers of Silence
Hinter diesem intensiven Sound stehen vier kreative Köpfe mit völlig unterschiedlichen musikalischen Hintergründen: Joost Verhagen übernimmt den Gesang sowie Synthesizer, Shruti und Tanpura, während Derek Twiss das Schlagzeug bedient. An Gitarre und Saxophon agiert Tristan „Lama Waaien“, und Sterre Marrée steuert den Bass sowie den Hintergrundgesang bei. Aufgenommen und gemischt wurde die EP von Marlon Wolterink im White Noise Studio im niederländischen Winterswijk, während Yulia Ermakov für das Artwork und Layout verantwortlich zeichnet. Nach ersten Live-Auftritten in den Niederlanden, bei denen die Band häufig mit Gastmusikern kollaborierte, baut sich das Kollektiv konsequent den Ruf einer intensiven und unberechenbaren Live-Kraft auf. Wenn du bereit bist, dich auf diesen wuchtigen Strudel aus Drone, Improvisation und radikaler Klangzerstörung einzulassen, bietet dir diese Platte eine tiefgreifende, wenn auch anstrengende Hörerfahrung.


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