Vom gefliesten Badezimmer zum Band-Jam
Die neue Single „That Goddamn Sun“ gibt dir einen Einblick in den reflektierten Indie-Pop-Sound, für den Eric D. Johnson seit über zwei Jahrzehnten geschätzt wird. Der Song zeichnet sich unter anderem durch seine eingängige, wortlose Refrain-Melodie aus. Zur Entstehung des Stücks erklärt Johnson:Manchmal reichen Worte einfach nicht aus und ein Refrain kommt komplett ohne sie aus. Diese 'Ooooh'-Melodie existierte ein paar Jahre lang als Sprachnotiz auf meinem Handy. Sie kam mir irgendwo in einem großen, hallenden, gefliesten Backstage-Badezimmer in den Sinn und lag dann eine Weile brach. Der Rest des Songs entstand während einer Schreibsession mit meinen Bandkollegen Kosta Galanopoulos und Josh Mease – wir haben gespielt und diese alte Melodie hat sich einfach perfekt eingefügt. Der Text handelt von etwas, worüber im Laufe der Jahre schon viele geschrieben haben – der alten Geschichte vom Warten darauf, dass die Sonne scheint.
Aufnahme ohne Click-Tracks und Overdubs
Musikalisch unterscheidet sich „The Landfill“ in seiner Entstehung deutlich vom Vorgänger „Baby Man“. Während Johnson das 2025er-Album im Stil des Bewusstseinsstroms weitgehend im Alleingang und in rascher Folge niederschrieb, wählte er für das neue Material wieder einen gemeinsamen Ansatz mit seiner eingespielten Live-Besetzung.Nur wenige Wochen nach der Fertigstellung seines Solo-Projekts zog sich Johnson zusammen mit seiner Tournee-Band in die Bear Creek Studios im US-Bundesstaat Washington zurück. Mit von der Partie waren Bassist David Dawda, Gitarrist Josh Mease, Keyboarder Frank LoCrasto und Schlagzeuger Kosta Galanopoulos. Ziel der Aufnahmesessions war es, die typische Energie der Live-Auftritte von Fruit Bats direkt auf Band einzufangen. Dementsprechend spielte die Gruppe das Material größtenteils zusammen im Studio ein – weitgehend ohne Click-Tracks, mit nur sehr wenigen Overdubs und in echten Live-Performances.
Eine Landschaft aus Erinnerungen
Inhaltlich und metaphorisch inspiriert zeigt sich das Album vom Mittleren Westen der USA, wo Johnson aufgewachsen ist. Der Titel „The Landfill“ (auf Deutsch etwa „die Mülldeponie“) spielt auf die künstlich aufgeschütteten Hügel an, die in der ansonsten flachen Landschaft der Region unerwartet emporragen.Für den Songwriter wurden diese Erhebungen zu einem Symbol: Er stellt sich vor, auf einem hohen Berg aus persönlicher, emotionaler und kultureller Geschichte zu stehen und von dort aus in die Zukunft zu blicken. Die Songs verarbeiten Themen wie Erinnerungen, Sehnsucht, Bedauern und Hoffnung, während der Blick nach vorne gerichtet bleibt. Das Resultat soll laut Ankündigung eines der vielschichtigsten Alben in der Diskografie der Fruit Bats sein.
Tracklist
- The Saddest Part of the Song
- All Wounds
- Think Aboutcha
- That Goddamn Sun
- Silverfish in the Sink
- Wild Pony
- Tower Moment
- Fishin' for a Vision
- Perhaps We're a Storm
- Hummingbird Sage
- The Landfill


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