Frustrationsschrei in chaotischen Zeiten
Inhaltlich verarbeitet die Single die aktuellen weltweiten Krisen. Sängerin Lea Amling Alazam erklärt die Hintergründe des Stücks mit einer einprägsamen Metapher:Es gibt eine Szene im Titanic-Film, die mir für immer in Erinnerung geblieben ist: Die Musiker spielen einfach weiter, während um sie herum alles zusammenbricht. Das ist eine meiner liebsten Filmszenen überhaupt, weil sie etwas Grundlegendes über die Musik einfängt: Hingabe, das Bedürfnis zu erschaffen und an etwas Schönem festzuhalten, selbst angesichts einer Katastrophe. Wir gehen buchstäblich unter, aber hey, lasst uns spielen und zu den Sirenen tanzen. In der heutigen Zeit fällt es schwer, von dem Chaos in der Welt unberührt zu bleiben. 'Didn't Come to Party' ist kein politisches Statement, sondern ein Frustrationsschrei. Wir leben auf diesem fantastischen Planeten – warum zerstören wir ihn? Warum gibt es Krieg, Armut und das Leid der Schwächsten, wo wir doch die Mittel hätten, das Leben für alle besser zu machen? Das erinnert mich an Leute, die auf Partys auftauchen, nur um sie für alle anderen zu ruinieren. Warum gibt es diesen Drang, zu verletzen, zu herrschen und Dinge im Machtstreben zu zerstören? Es ist sinnlos.
Eine Musikkultur tief aus den schwedischen Wäldern
Besvärjelsen gründeten sich im Jahr 2014 auf Initiative der beiden Gitarristen und Sänger Andreas Bajer und Staffan Vinrot. Ihre musikalische Vision war es, den Geist und die Traditionen der weitläufigen Wälder Dalarnas in einen modernen urbanen Kontext zu übertragen. Die Region gilt historisch als Schnittpunkt nordischer und finnischer Kulturen. Der Bandname leitet sich vom altnordisch-schwedischen Wort für "Beschwörung" ab.Statt des im Genre etablierten Begriffs "Desert Rock" bezeichnen die Musiker ihren Stil mit einem Augenzwinkern als "Forest Rock". Mit dem Eintritt von Sängerin Lea Amling Alazam erweiterte sich das Klangspektrum deutlich. Sie brachte Einflüsse aus Grunge, Emo sowie afrikanischer und nahöstlicher Musik ein. Ergänzt wurde das Line-up durch den ehemaligen Dozer- und Greenleaf-Schlagzeuger Erik Bäckwall sowie Marcus Lindqvist am Bass.
Nach den ersten beiden EPs "Villfarelser" (2015) und "Exil" (2016) folgte 2018 das Debütalbum "Vallmo", das der Band unter anderem einen Auftritt im Vorprogramm von Deep Purple einbrachte. Mit dem 2022 veröffentlichten Nachfolger "Atlas" gelang Besvärjelsen der internationale Durchbruch: Die Platte wurde beim schwedischen Manifestgalan Award als "Metal-Album des Jahres" ausgezeichnet.
Für die Production des neuen Albums "Till Glömskan Ad Oblivionem" zeichneten Andreas Bajer und Marcus Lindqvist im Studio Glashuset in Ludvika verantwortlich. Abgemischt und gemastert wurde das Werk von Karl Daniel Lidén in den Tri-Lamb Audio Studios in Solna. Musikalische Unterstützung erhielt die Formation unter anderem von Gastmusikern wie Fred Burman (Satan Takes a Holiday) und Pelle Andersson (Lowrider). Das Cover-Artwork stammt von Björn Olars.
Tracklist
- The Greatest Sin
- Accelerating Hearts
- Battles
- Counting Flies
- Drifters on a Quiet Stream
- The Mountain
- Pulse
- Interlude
- Didn't Come to Party
- Black Wave
- Oblivion


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