Willkommen im falschen Film ist eine kurzweilige, bewusst provokante Gesellschaftssatire mit klarer politischer Stoßrichtung. Besonders stark ist das Buch, wenn Monika Gruber und Andreas Hock konkrete Widersprüche des Alltags aufgreifen und daraus treffsichere Pointen entwickeln. Schwächer wird es, sobald bekannte Reizwörter eine überraschende Beobachtung ersetzen oder die Argumentation zu vorhersehbar ausfällt. Wer den skeptischen Blick der Autoren auf Politik, Medien und Aktivismus teilt, erhält humorvolle Bestätigung. Leser, die mehr Ausgewogenheit oder analytische Tiefe erwarten, dürften sich dagegen an den Vereinfachungen reiben.
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