Zusammenarbeit mit Sufjan Stevens und musikalische Einflüsse
Die in Nordkalifornien geborene Meg Lui ist in der Musikszene längst keine Unbekannte mehr. Ihre kraftvolle und zugleich warme Stimme kennst du vielleicht schon aus angesehenen Veröffentlichungen wie Sufjan Stevens’ Album „Javelin“ oder John Legends „My Favorite Dream“, auf denen sie als Backgroundsängerin mitwirkte. Nach einer längeren Phase der künstlerischen Orientierung, einem Studium am renommierten Berklee College of Music und ersten Schritten in Brooklyn fand sie im Hudson Valley im US-Bundesstaat New York ihr kreatives Umfeld.Über gemeinsame Bekannte in den Catskills knüpfte Lui den Kontakt zu Sufjan Stevens. Zusammen verfeinerten sie Demos, die sich im Laufe eines ganzen Jahrzehnts bei der Künstlerin angesammelt hatten. Die Arbeit am Album begann im Herbst 2024 unter besonderen Bedingungen, da Lui zu dieser Zeit parallel in drei Jobs arbeitete. Über die stilistische Weiterentwicklung beschreibt Meg Lui den Prozess rückblickend:
Früher habe ich versucht, in irgendeine Americana‑ oder Indie‑Schublade zu passen, und das fühlte sich für mich immer etwas flach an. Mit Sufjan gab es viel mehr Denken außerhalb gewohnter Grenzen, und am Ende haben wir Schicht über Schicht hinzugefügt und so eine völlig ungezügelte Klanglandschaft für das Album geschaffen.
Persönliche Geschichten und Themen des Albums
Inhaltlich verbindet das Album autobiografische Reflexionen mit surrealen Bildern. Die Songtexte erzählen von anthropomorphen Blumen, Meeresmonstern, Tragödien der griechischen Mythologie und Ikonen der Popkultur. Die aktuelle Single „Elvis Queen“ ist eine Hommage an ihre verstorbene Tante. Meg Lui erklärt zur Entstehung des Stücks:Dieser Song handelt von meiner Tante, die ein riesiger Elvis‑Fan war. Anfangs war er sehr langsam und sentimental, aber für die endgültige Version haben wir das Tempo erhöht – sie war ein unglaublich lebensfroher Mensch, also fühlte es sich richtig an, dem Ganzen etwas von einer Feier zu geben.
Ich glaube, meine Songs klingen oft so, als würde ich anderen Ratschläge geben, aber meistens rede ich eigentlich mit mir selbst und versuche, meine Probleme zu verarbeiten. Viele dieser Songs entstanden aus dem Gefühl heraus, festzustecken und mich nicht weiterzuentwickeln. Als ich sie später noch einmal hörte, bemerkte ich, dass sich viele Texte darum drehen, den Mut zu finden, das eigene Leben wirklich zu leben und nicht länger auf diese Industrie zu warten, in der es schwer ist, seinen Platz zu finden.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse bei diesem Album war: ‚Dinge zu erschaffen fühlt sich gut an, also erschaffe das, was du erschaffen möchtest, und nimm dich selbst dabei nicht zu ernst.‘ Heutzutage ist es so leicht, im Smartphone zu versinken und von dem abgelenkt zu werden, was wirklich wichtig ist – teilweise, weil wir von all der Verzweiflung, Wut und Angst in der Welt überwältigt werden. Aber ich hoffe, dass dieses Album Menschen dazu inspirieren kann, sich aus dieser Starre zu lösen und zu den Dingen zurückzufinden, die sie sich am menschlichsten und am stärksten mit den Menschen und dem Leben um sie herum verbunden fühlen lassen.
Tracklist
- Gone Girl
- Elvis Queen
- Roadkill
- Dreams
- Are You Out There (crimson & clover)
- Instant Validation
- Miss Queen Know It All
- Andromeda
- Monumental
- Time Thief
- Formation (of me)
- Bluebird


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