„Cathedral“ ist irgendwo zwischen Soundtrack, Konzeptalbum und musikalischem Graphic Novel angesiedelt. Gemeinsam mit Cody Carpenter und Daniel Davies verschiebt John Carpenter seinen bekannten Synthesizer-Sound deutlich in Richtung schwerer Gitarren, ohne dabei jene minimalistische Spannung zu verlieren, die seine Filmmusik seit Jahrzehnten auszeichnet. Nicht jede der 14 Kompositionen funktioniert losgelöst von der dazugehörigen Geschichte gleichermaßen gut, und wer tatsächlich ein Heavy-Metal-Album erwartet, sollte seine Erwartungen etwas korrigieren. Dafür besitzt „Cathedral“ eine dichte, bedrohliche Atmosphäre und erzeugt erstaunlich wirkungsvolles Kopfkino. Man braucht das Graphic Novel nicht zwingend dazu – aber vermutlich bekommt man nach dem Album ziemlich große Lust darauf.
Wie wir bewerten. Mehr zum Thema Transparenz.
Dieser Artikel hat bisher 0 Likes erhalten.
Veröffentliche Tests und News, führe Interviews oder werde Teil unseres Podcast-Teams.
Wir verwenden Cookies, um Dir das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn du diese Seite weiter nutzt, gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist. Hier unsere Datenschutzhinweise.