Die "Black EP" bildet das düstere, introspektive Gegenstück zur bereits veröffentlichten "White EP", die Ende 2025 erschien und es bei Post-Punk.com auf Platz zwei der besten EPs des Jahres schaffte. Damit ist die "Black EP" bereits das zweite Release mit komplett neuem Material seit 1999 - ein deutliches Zeichen dafür, dass die Band ihre kreative Ausrichtung nach der langen Pause neu gefunden hat.
Von Pittsburgh in die Gegenwart
Gegründet wurde die Band 1994 zunächst unter dem Namen Low Sunday Ghost Machine und gilt seither als früher Vertreter eines "retro-futuristischen" Sounds, der Darkwave und Shoegaze verband, lange bevor beide Genres ihre heutige Renaissance erlebten. Ihr Debütalbum "Low Sunday Ghost Machine" von 1996 sowie das 1999 veröffentlichte "Elegsiem" wurden mittlerweile anlässlich ihres 30. beziehungsweise 25. Jubiläums über Projekt Records neu aufgelegt. Heute besteht Lowsunday aus Gründungsmitglied Shane Sahene (Gesang, Gitarre, Synthesizer, Bass, Schlagzeug) und Bobby Spell (Bass, Gitarre, Schlagzeug), die die Band 2025 nach fast 25 Jahren Stille wiederbelebt haben.Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Band vor wenigen Wochen durch die Aufnahme ihres Songs "She Follows Rain" in Cherry Red Records' vierstündige Shoegaze-Retrospektive "We Are The Beautiful", einer Sammlung mit 67 Titeln aus den Jahren 1991 bis 2011.
Zum von Jer Herring produzierten Video zu "You're So Wired" erklärt Sahene den inhaltlichen Hintergrund des Songs, der sich um ein rauschhaftes Erleben und die klassische Frage nach Traum und Wirklichkeit dreht.
'You're So Wired' ist ein Song, der eine manische Art von Erfahrung berührt. Er greift auch die klassische Frage von Chuang Tzu auf, nachdem man einen lebhaften Traum hatte: Bin ich ein Mensch, der träumt, ein Schmetterling zu sein, oder bin ich ein Schmetterling, der träumt, ein Mensch zu sein? Es geht um das Gefühl, nicht zu wissen, ob man wach ist oder träumt.
Unsere 'Black EP' ist trügerisch: Sie beginnt mit dem energiegeladenen und wehmütigen 'You're So Wired', gefolgt von Songs, die melancholisch und nach innen gekehrt sind. Das sind die stärksten Songs, die wir bisher gemacht haben. Mit starken, einprägsamen Melodien rufen sie Gefühle von Isolation und Traurigkeit hervor, aber auf eine Art, die sich vertraut anfühlt statt bedrückend, und die am Ende Hoffnung hinterlässt.
Tracklist
- You're So Wired
- Shattered
- Someone To Talk To
- This Is Not Heaven
- Don't Want To Dream Again


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!